EU-Parlament macht Weg für Wiedereinsetzen der Chatkontrolle frei

9. Juli 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik: EU-Parlament beschließt Chatkontrolle in Straßburg

Straßburg () – Das EU-Parlament hat der Wiedereinsetzung der sogenannten Chatkontrolle zugestimmt. Eine Ablehnung der entsprechenden Ausnahmeverordnung erzielte am Donnerstag nicht die nötige absolute Mehrheit.

Das Europäische Parlament hatte am Dienstag den Weg für eine kurzfristige Abstimmung freigemacht. Mit einer knappen Mehrheit von 331 zu 304 Stimmen bei elf Enthaltungen stimmten die Abgeordneten für einen Dringlichkeitsantrag, den Parlamentspräsidentin Roberta Metsola auf Betreiben der Mitgliedsstaaten und der EVP-Fraktion kurzfristig auf die Tagesordnung gesetzt hatte. Damit konnte das Parlament in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause am Donnerstag erneut über das umstrittene Vorhaben abstimmen.

Ziel des Schachzugs war es, die im April ausgelaufene Übergangsregelung zur Chatkontrolle wieder in Kraft zu setzen. Diese Ausnahmeverordnung erlaubte es Tech-Konzernen wie Meta, Google oder Microsoft, private Chats, E-Mails und Messenger-Dienste freiwillig und ohne konkreten Verdacht nach Material über sexuellen Kindesmissbrauch zu durchsuchen. Das Parlament hatte einer erneuten Verlängerung nicht zugestimmt, weshalb die Regelung im April ausgelaufen war. IT-Sicherheitsforscher hatten in Brandbriefen immer wieder vor unakzeptabel hohen Fehlerquoten der eingesetzten KI-Scans gewarnt, die die Privatsphäre unbescholtener Bürger gefährdeten.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Junge Frau mit Smartphone (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • EU-Parlament hat Wiedereinsetzung der Chatkontrolle zugestimmt.
  • Dringlichkeitsantrag erhielt 331 Stimmen, 304 Stimmen dagegen, 11 Enthaltungen.
  • Übergangsregelung zur Chatkontrolle wird wieder in Kraft gesetzt.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen: Tech-Konzerne (Meta, Google, Microsoft), Nutzer von Kommunikationsdiensten
  • Stärke: Knapp 331 zu 304 Stimmen für Wiederinkraftsetzung der Chatkontrolle
  • Zeitraum: Regelung war bis April 2023 in Kraft, soll jetzt wiederhergestellt werden

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Wiedereinsetzung der Chatkontrolle beschlossen
  • Dringlichkeitsantrag auf Betreiben der Mitgliedsstaaten und der EVP-Fraktion
  • Bedenken über hohe Fehlerquoten bei KI-Scans und Verletzung der Privatsphäre

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Wiedereinsetzung der Chatkontrolle durch das EU-Parlament beschlossen
  • Ausnahmeverordnung ermöglicht Durchsuchung privater Chats und E-Mails ohne konkreten Verdacht
  • Abstimmung soll kurzfristig vor der Sommerpause erneut erfolgen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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