Linke kritisiert Kürzungen an Hamburger Ganztagsgrundschulen

9. Juli 2026

Hamburg - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Bildungspolitik in Hamburg unter Druck

() – Die schulpolitische Sprecherin der Hamburger Linksfraktion, Sabine Ritter, hat die geplanten Kürzungen im Ganztagsbereich der Grundschulen scharf kritisiert. Wie die Fraktion am Mittwoch mitteilte, sollen die Zuweisungen für gebundene Ganztagsgrundschulen ab dem Schuljahr 2027/28 umgestellt werden.

Statt zusätzlicher Lehrerstellen sollen die Schulen demnach zu 77 Prozent Erzieher und zu 23 Prozent Honorarmittel erhalten.

Ritter sprach von einem „Kürzungshammer“ und einer „Salamitaktik der Zumutungen“ durch die Schulbehörde. Die Maßnahme treffe vor allem die rund 75 Schulen, die als selbstverantwortete Ganztagsschulen ohne Träger arbeiteten.

Das Gesamtkonzept aus Bildung, Erziehung, Förderung und Betreuung werde zerstört, die multiprofessionellen Teams geschwächt. Besonders betroffen seien Grundschulen in Stadtteilen mit erhöhtem Förderbedarf.

Hintergrund ist ein Schreiben der Schulaufsicht vom 30. Juni, das den Schulleitungen vorliegt.

Neben der Umstellung der Ganztagszuweisungen sieht der Haushaltsplanentwurf des Senats auch eine Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit für Beamte auf 41 Stunden sowie eine Anpassung der Altersermäßigung vor. Die Vertretungsreserve soll von 104 auf 103 Prozent gesenkt werden.

Die Linke fordert, alle Maßnahmen „sofort vom Tisch“ zu nehmen.

Siehe auch:  Verkehrsunfall in Bottrop-Feldhausen mit mehreren Verletzten
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Kinder in einer Schule (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Umstellung der Zuweisungen für gebundene Ganztagsgrundschulen ab Schuljahr 2027/28
  • 77 Prozent der Mittel für Erzieher, 23 Prozent für Honorarmittel
  • Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit für Beamte auf 41 Stunden

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind rund 75 Grundschulen in Hamburg, insbesondere selbstverantwortete Ganztagsschulen ohne Träger
  • Umstellung der Zuweisungen ab Schuljahr 2027/28
  • 77 Prozent Erzieherstellen und 23 Prozent Honorarmittel statt zusätzlicher Lehrerstellen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Geplante Kürzungen im Ganztagsbereich der Grundschulen ab Schuljahr 2027/28
  • Umstellung der Zuweisungen von Lehrerstellen zu Erziehern und Honorarmitteln
  • Auswirkungen auf selbstverantwortete Ganztagsschulen und Schulen in Stadtteilen mit erhöhtem Förderbedarf

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Umstellung der Zuweisungen für gebundene Ganztagsgrundschulen ab Schuljahr 2027/28
  • Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit für Beamte auf 41 Stunden
  • Senkung der Vertretungsreserve von 104 auf 103 Prozent
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Alle anzeigen)