Materialengpässe der Industrie verschärfen sich
Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung
Wirtschaftliche Engpässe in Deutschland steigen
München () – Immer mehr Unternehmen in Deutschland berichten von Problemen, Vorprodukte zu beschaffen. Das ergaben aktuelle Umfragen des Ifo-Instituts.
Im Juni hatten demnach 17,2 Prozent der Unternehmen mit Materialengpässen zu kämpfen, im Mai lag der Anteil noch bei 15,9 Prozent. „Die Straße von Hormus ist zwar wieder passierbar, doch die Folgen der Störungen wirken nach“, sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. „Bis zur vollständigen Normalisierung der internationalen Lieferketten dürfte es noch einige Zeit dauern.“
Besonders angespannt bleibt die Situation in der chemischen Industrie. Dort spricht fast ein Drittel (29,5 Prozent) der Unternehmen von Materialengpässen. Bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen verschärfte sich die Lage deutlich. Der Anteil stieg hier von 25,5 auf 34,2 Prozent. Auch bei den Herstellern elektrischer Ausrüstungen nahmen die Engpässe weiter zu und erreichten 27,7 Prozent. Im Maschinenbau blieb die Situation mit 15,6 Prozent nahezu unverändert. In der Automobilindustrie stieg der Anteil der betroffenen Unternehmen von 10,0 auf 15,7 Prozent.
Etwas entspannt hat sich die Lage dagegen bei den Herstellern von Gummi- und Kunststoffwaren. Dort sank der Anteil der Unternehmen mit Materialmangel von 23,7 auf 11,3 Prozent. Hersteller der Getränkeindustrie meldeten weiterhin keine Engpässe.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Verladebahnhof (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- 17,2 Prozent der Unternehmen hatten im Juni Materialengpässe, ein Anstieg von 15,9 Prozent im Mai.
- In der chemischen Industrie leiden 29,5 Prozent der Unternehmen unter Materialengpässen.
- Der Anteil betroffener Unternehmen in der Automobilindustrie stieg von 10,0 auf 15,7 Prozent.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffene Unternehmen: 17,2% der Unternehmen in Deutschland mit Materialengpässen im Juni
- Besondere Zielgruppen: Chemische Industrie (29,5%), Datenverarbeitung/Elektronik (34,2%), elektrische Ausrüstungen (27,7%), Automobilindustrie (15,7%)
- Regionen/Zeitframe: Rückgang bei Gummi- und Kunststoffwaren von 23,7% auf 11,3% im Juni; keine Engpässe in der Getränkeindustrie
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- steigende Materialengpässe in Deutschland
- anhaltende Störungen in den internationalen Lieferketten
- unterschiedliche Lage in verschiedenen Industrien (z.B. chemische Industrie, Maschinenbau, Automobilindustrie)
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Studie: Gesündere Ernährung ist Schlüssel zu weltweiter Agrarwende - 15. Juli 2026
- Tötungsdelikt in Kelkheim: Ehemann in Untersuchungshaft - 15. Juli 2026
- Tödlicher Unfall zwischen Traktor und Pkw in Bergheim-Rheidt - 15. Juli 2026

