Airbus verteidigt Aus von Eurofighter-Nachfolger FCAS
Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung
Verteidigungspolitik in Deutschland und Frankreich
Berlin () – Airbus-Verwaltungsratschef René Obermann hat das jüngst beschlossene Aus für das deutsch-französische Rüstungsprojekt FCAS verteidigt. „Der Stopp ist der richtige Schritt, weil er Ehrlichkeit ans Licht bringt, wenn auch schmerzhaft“, sagte Obermann dem „Focus“.
FCAS steht für Future Combat Air System, zu dem nicht nur ein neuer Kampfjet gehört hätte. „Beim Kampfflugzeug als einem zentralen Element von FCAS getrennte Wege zu gehen, sehe ich sogar als Chance“, so Obermann. Einige Entwicklungen aus dem Projekt blieben weiterhin brauchbar.
Zugleich räumte der frühere Telekom-CEO und Airbus-Chefkontrolleur negative Folgen ein. „Die deutsch-französische Zusammenarbeit hat durch das Kampfjet-Aus natürlich weiteren Reputationsschaden genommen“, erklärte er. Obermann sagte, man solle sich das nicht schöntrinken, aber auch nicht dramatisieren.
Möglicherweise hätte man das gleich zu Anfang 2017 durch ein anderes Konstrukt vermeiden können. Generell gebe es in der EU seit langem eine Art „deep defence nationalism“, der leider nur sehr langsam anfange zu bröckeln.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Eurofighter (Archiv) |
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