Anklage nach tödlichem Heroinverkauf in Cham erhoben
Bayern - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung
Drogenhandel und Todesfälle in Regensburg
Regensburg () – Die Staatsanwaltschaft Regensburg hat Anklage gegen einen 43-jährigen Mann aus dem Landkreis Cham erhoben. Ihm wird vorgeworfen, im April 2025 drei Menschen durch den Verkauf von hochkonzentriertem Heroin getötet zu haben.
Die Anklageschrift wurde dem Landgericht Regensburg für die Verhandlungswoche ab dem 6. Juli vorgelegt.
Laut Anklage soll der Beschuldigte in der Nacht vom 20. auf den 21. April 2025 an einen 25-jährigen Mann, eine 23-jährige Frau und einen weiteren Mann in Cham jeweils eine Portion Heroin verkauft haben. Das Heroin war nach Erkenntnissen der Ermittler völlig unverschnitten und wies einen extrem hohen Wirkstoffgehalt von 44 Prozent Heroinhydrochlorid auf.
Die drei Abnehmer konsumierten das Rauschgift gemeinsam und verstarben in der Folge an einer letalen Dosis Morphin. Dem Angeschuldigten sei bewusst gewesen, dass die Abnehmer keine regelmäßigen Heroinkonsumenten waren und nicht mit einem derart unverschnittenen Stoff rechnen konnten.
Neben diesem Vorwurf wird dem Beschuldigten zur Last gelegt, zwischen Dezember 2023 und April 2025 mindestens 20 Mal gewerbsmäßig Heroin verkauft zu haben.
Zudem soll er in seiner Wohnung vier Marihuana-Pflanzen zum gewinnbringenden Weiterverkauf angebaut haben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann unter anderem Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in Tateinheit mit Abgabe von Betäubungsmitteln mit Todesfolge sowie fahrlässige Tötung vor.
Der Angeschuldigte befindet sich in Untersuchungshaft.
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