Lederer wirft Senat mangelnden Schutz queerer Menschen vor

2. Juli 2026

Berlin - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Queerpolitik in Berlin: Schutzmaßnahmen gefordert

() – Der queerpolitische Sprecher der Linken im Berliner Abgeordnetenhaus, Klaus Lederer, hat dem Senat Versäumnisse beim Schutz queerer Menschen vorgeworfen. Anlass sind gehäufte organisierte Überfälle auf Schwule in Cruising-Gebieten und nach fingierten Dates über die App Grindr.

Der Senat wisse zu den Hintergründen zu wenig und verweise Betroffene lediglich auf Beratungsangebote, kritisierte Lederer am Donnerstag.

Lederer bezog sich auf zwei schriftliche Anfragen, die er an den Senat gestellt hatte. Aus den Antworten gehe hervor, dass die Polizei keine validen Daten zu queerfeindlichen Übergriffen in Parks oder im Zusammenhang mit Dating-Apps habe.

Die Nachverfolgung von Tätern sei laut Senat bei Kontaktanbahnung über Apps wie Grindr „praktisch aussichtslos“. Lederer forderte mehr politischen Druck auf die Plattformbetreiber, um die Strafverfolgung zu erleichtern.

Kritik übte Lederer auch an der geplanten Ausgestaltung des Berliner Gewalthilfegesetzes.

Queere Menschen seien dort nicht als besonders schutzbedürftige Gruppe berücksichtigt. Dies sei „bizarr“ angesichts der EU-weiten Pflicht, bis 2027 auch für queere Gewaltopfer Hilfestrukturen auszubauen.

Der Senat müsse endlich handeln, statt sich nur zu inszenieren, so Lederer.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Parade zum Christopher-Street-Day (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Klaus Lederer wirft dem Senat Versäumnisse im Schutz queerer Menschen vor.
  • Polizei hat keine validen Daten zu queerfeindlichen Übergriffen.
  • Kritik an der geplanten Ausgestaltung des Berliner Gewalthilfegesetzes hinsichtlich der Berücksichtigung queerer Menschen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Queere Menschen, insbesondere Schwule in Cruising-Gebieten und über Dating-App Grindr
  • Keine validen Daten zu queerfeindlichen Übergriffen, Nachverfolgung von Tätern praktisch aussichtslos
  • EU-weite Pflicht bis 2027, Hilfestrukturen für queere Gewaltopfer auszubauen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Versäumnisse des Senats beim Schutz queerer Menschen
  • Zunehmende organisierte Überfälle auf Schwule in Cruising-Gebieten und über Dating-Apps
  • Fehlende valide Daten und Nachverfolgung von Übergriffen durch die Polizei

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Senat soll mehr Daten zu queerfeindlichen Übergriffen sammeln und bereitstellen.
  • Politischer Druck auf Plattformbetreiber wie Grindr erhöhen, um Strafverfolgung zu erleichtern.
  • Queere Menschen in die Ausgestaltung des Berliner Gewalthilfegesetzes einbeziehen und als schutzbedürftige Gruppe anerkennen.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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