Dax legt deutlich zu – Telekom-Aktien bilden Schlusslicht

30. Juni 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaftsnachrichten aus Frankfurt/Main

Frankfurt/Main () – Am Dienstag hat der Dax deutlich zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.996 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem freundlichen Start legte der Dax am Vormittag weiter zu. Das erreichte Niveau hielt der Index am Nachmittag unter Schwankungen.

„So richtig wollte auch heute keine Dynamik in den Handel an der Frankfurter Börse kommen“, kommentiert Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Die derzeitigen Impulse reichen nicht aus, um den Anlegern Kauflaune und dem Dax wieder Lebensfreude einhauchen zu können. Sie bleiben zum Quartalsende eher an den Seitenlinien und greifen nur sehr selektiv bei einigen Einzelwerten zu“, erklärte der Analyst. „Das reichte heute erneut nicht aus, den Dax über der zwischenzeitlich leicht übersprungenen 25.000er-Marke zu halten. Aktuell sehen Anleger nur wenig Grund, den Index über dieser psychologischen Hürde zu kaufen.“

Die veröffentlichten Konjunkturdaten lagen weitestgehend im Rahmen der Erwartungen und lieferten so auch keinen Kaufanreiz, erklärte Lipkow. „Es deutet sich derzeit eine Stabilisierung der deutschen Wirtschaft auf niedrigem Niveau an, was die Hoffnung auf eine baldige Belebung am Leben hält. Kein Anlass, jetzt ein Halali auf deutsche Aktien zu blasen, und so bleibt der Dax weiter in einer stabilen Seitenlage.“

Belastend wirkten Lipkow zufolge die Kursverluste beim Schwergewicht Deutsche Telekom, die mit „ordentlichem Gegenwind auf dem wichtigen US-Markt durch SpaceX“ rechnen müsse. „Der Technologiegigant hat angekündigt, in den Mobilfunkmarkt einsteigen zu wollen, und treibt damit die alteingesessenen Carrier vor sich her. Dagegen blieben zum Quartalsende die alten Favoriten die neuen“, erklärte der Analyst.

Siehe auch:  US-Börsen legen zu - Ölpreis sinkt weiter

Bis kurz nach Handelsschluss standen die Papiere von Siemens Energy, Bayer und Siemens an der Spitze der Kursliste in Frankfurt. Das Schlusslicht bildeten die Aktien der Deutschen Telekom.

Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im August kostete 44 Euro und damit zwei Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund neun bis elf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis sank hingegen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 73,08 US-Dollar, das waren sieben Cent oder 0,1 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1422 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8755 Euro zu haben.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Dax erreichte am Handelsschluss 24.996 Punkte, plus 1,5 Prozent im Vergleich zum Vortag.
  • Kursverluste bei Deutsche Telekom aufgrund von Wettbewerb durch SpaceX.
  • Gaspreis stieg auf 44 Euro pro Megawattstunde (MWh), was einen Verbraucherpreis von 9 bis 11 Cent pro kWh impliziert.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Dax betrifft Anleger und Börseninteressierte; 24.996 Punkte, Plus von 1,5 Prozent
  • Deutsche Telekom unter Druck; negativ durch SpaceX, psychologische Hürde von 25.000 Punkten
  • Gaspreis bei 44 Euro/MWh; Verbraucherpreis von 9-11 Cent/kWh, Ölpreis bei 73,08 USD/Fass

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Dax zulegen um 1,5 Prozent, jedoch keine Dynamik im Handel
  • Stabilisierung der deutschen Wirtschaft, aber kein Kaufanreiz für Aktien
  • Kursverluste bei Deutsche Telekom aufgrund von Wettbewerb durch SpaceX

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Keine Angabe
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Alle anzeigen)