Bonns Oberbürgermeister nennt Nordbrücken-Entscheidung schlimme Botschaft für die Region
Nordrhein-Westfalen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung
Verkehrspolitik in Bonn: Nordbrücke im Fokus
Bonn () – Bonns Oberbürgermeister Guido Déus hat die Entscheidung von Bundesverkehrsministerium und Autobahn GmbH zur Zukunft der Nordbrücke als schlimme Botschaft für Bonn und die Region bezeichnet. Das teilte die Stadt am Freitag mit.
Die Vorlandbrücke werde abgerissen und neu errichtet. Déus rechnet mit mindestens zwei, möglicherweise sogar drei Jahren einer extrem angespannten Verkehrslage im Stadtgebiet.
Seit der Sperrung der Brücke am 3. Juni hätten die 100.000 Fahrzeuge, die die Nordbrücke täglich nutzten, neue Wege gesucht, viele davon führten mitten durch die Innenstadt.
Die Stadt habe bereits Sofortmaßnahmen umgesetzt, darunter neue Park-and-Ride-Plätze mit Shuttles, kostenlose Busse und Bahnen bis Ende Juni sowie Maßnahmen zur Entzerrung des öffentlichen Nahverkehrs. Déus verwies auf erste Erfolge: Die Zahl der Radfahrer auf der Kennedybrücke sei von 8.000 auf 19.000 pro Tag gestiegen, Pendler nutzten vermehrt die Park-and-Ride-Angebote.
Der Oberbürgermeister kündigte weitere Maßnahmen an und betonte die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit mit dem Rhein-Sieg-Kreis.
Er dankte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und Staatssekretärin Dr. Claudia Stutz für die Unterstützung. Zugleich machte Déus deutlich, dass die Stadt angesichts der angespannten Haushaltslage auf dem Weg zum Haushaltssicherungskonzept zusätzliche Hilfe von Bund und Land benötige.
Die geplante Wiederzulassung des Fuß- und Radverkehrs auf der Nordbrücke ab Spätsommer bezeichnete er als gute Botschaft.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Nordbrücke (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Vorlandbrücke wird abgerissen und neu errichtet, erwarten zwei bis drei Jahre Verkehrsstörungen.
- Zahl der Radfahrer auf der Kennedybrücke stieg von 8.000 auf 19.000 pro Tag.
- Stadt benötigt zusätzliche finanzielle Unterstützung von Bund und Land aufgrund angespannter Haushaltslage.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffen: Bonn und umliegende Region
- Verkehrslage: mindestens 2-3 Jahre angespannt, 100.000 Fahrzeuge täglich betroffen
- Maßnahmen: kostenlose Busse und Bahnen bis Ende Juni, Park-and-Ride-Angebote, Zunahme der Radfahrer von 8.000 auf 19.000 pro Tag
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Abriss und Neubau der Vorlandbrücke verursachen lange Verkehrsstörungen
- Umleitung des Verkehrs durch die Innenstadt führt zu zusätzlichem Verkehr
- Notwendigkeit finanzieller Unterstützung durch Bund und Land wegen angespannten Haushaltslage
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Umsetzung von Sofortmaßnahmen wie neue Park-and-Ride-Plätze und kostenlose Busse und Bahnen bis Ende Juni
- Ankündigung weiterer Maßnahmen zur Entlastung des Verkehrs
- Enge Zusammenarbeit mit dem Rhein-Sieg-Kreis und Bedarf an zusätzlicher Hilfe von Bund und Land
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