NiedersachsenMetall warnt vor Deindustrialisierung

19. Juni 2026

Niedersachsen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaftliche Herausforderungen in Niedersachsen

() – Angesichts des anhaltenden Rückgangs von Industrie-Arbeitsplätzen warnt der Arbeitgeberverband NiedersachsenMetall vor einer gravierenden Deindustrialisierung in und fordert ein rasches politisches Gegensteuern. „Deutschland verliert schleichend industrielle Substanz“, sagte Hauptgeschäftsführer Volker Schmidt im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ).

Schmidt betonte weiter: „Denn wo Investitionen ausbleiben, Produktionskapazitäten zurückgefahren und freie Stellen nicht nachbesetzt werden, entstehen die Arbeitsplatzverluste von morgen.“

Das zeige sich vor allem bei der Automobilindustrie, die in von geradezu systemischer Bedeutung sei. Die Unternehmen bräuchten dringend wieder Gründe, in Deutschland und Niedersachsen zu investieren, statt anderswo.

Wer Industriearbeitsplätze sichern wolle, müsse jetzt die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts stärken. Entscheidend seien wettbewerbsfähige Energiepreise, weniger Bürokratie, schnellere Genehmigungen, mehr Technologieoffenheit bei der Dekarbonisierung und verlässliche politische Rahmenbedingungen für Investitionen.

Hintergrund der Warnungen ist eine aktuelle Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung, nach der die Zahl der Beschäftigten im produzierenden Gewerbe im Jahr 2025 auf den tiefsten Stand seit zehn Jahren gesunken ist.

Demnach sind aktuell noch 6,6 Millionen Menschen in der Industrie tätig. Der Stellenabbau erfolgte laut der Untersuchung vor allem, indem freigewordene Stellen nicht nachbesetzt wurden.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Stahlproduktion (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • NiedersachsenMetall warnt vor gravierender Deindustrialisierung in Deutschland
  • Dringender Bedarf an wettbewerbsfähigen Energiepreisen, weniger Bürokratie und schnelleren Genehmigungen
  • Prognose: Zahl der Beschäftigten im produzierenden Gewerbe soll 2025 auf den tiefsten Stand seit zehn Jahren sinken

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Beschäftigte im produzierenden Gewerbe, insbesondere in Niedersachsen
  • Prognose: 6,6 Millionen Menschen in der Industrie bis 2025; tiefster Stand seit zehn Jahren
  • Dringender Handlungsbedarf zur Sicherung von Industriearbeitsplätzen in Bezug auf Energiepreise, Bürokratie und Genehmigungen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Rückgang von Industrie-Arbeitsplätzen in Deutschland
  • Fehlende Investitionen und nachlassende Produktionskapazitäten
  • Anhaltende Bürokratie und hohe Energiepreise als Wettbewerbsnachteile

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Politik soll Wettbewerbsfähigkeit des Standorts stärken
  • Forderung nach wettbewerbsfähigen Energiepreisen und weniger Bürokratie
  • Notwendigkeit schneller Genehmigungen und verlässlicher politischer Rahmenbedingungen für Investitionen
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