Deutschland gibt weitere Kulturgüter an Polen zurück

17. Juni 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Kultur und Zusammenarbeit: Deutschland-Polen

() – hat im Rahmen des Deutsch-Polnischen Forums verschiedene Kulturgüter an zurückgegeben, die während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg entzogen oder verlagert wurden. Das teilte das Auswärtige Amt am Mittwoch mit. Die Rückgaben symbolisierten die enge Zusammenarbeit beider Länder bei der Aufarbeitung historischen Unrechts und seien „Ausdruck der deutschen Verantwortung gegenüber Polen“, hieß es.

Außenminister Johann Wadephul (CDU) sagte, dass die Rückgabe der Kulturgüter Ausdruck von gegenseitigem Respekt und bleibender deutscher Verantwortung sei. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hob zudem hervor, dass die Rückgabe des Hymnus „Gaude Mater Polonia“ eine wichtige Geste der Anerkennung historischen Unrechts darstelle. Die Präsidentin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Marion Ackermann, zeigte sich erfreut über die Rückkehr eines Manuskripts nach Polen, welches „Zeugnis einer der dunkelsten Zeiten der deutsch-polnischen Geschichte“ sei.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) erklärte derweil, dass die Rückgabe von Eisenbahnmodellen und Objekten im Rahmen des 35-jährigen Jubiläums des Deutsch-Polnischen Freundschaftsvertrages ein „Zeichen der lebendigen Partnerschaft“ sei.

Seit den deutsch-polnischen Regierungskonsultationen vom 1. Dezember 2025 hat die Zusammenarbeit bei der Rückgabe kriegsbedingt verlagerter Kulturgüter nach Angaben des Auswärtigen Amts deutlich an Dynamik gewonnen. Eine auf Initiative von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) eingerichtete deutsch-polnische Arbeitsgruppe unter Federführung des Auswärtigen Amtes bearbeitet gemeinsam mit dem polnischen Kulturministerium, dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie den Botschaften beider Länder laufende Rückgabefälle.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Grenze zwischen Deutschland und Polen (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Deutschland hat Kulturgüter an Polen zurückgegeben, die während des Zweiten Weltkriegs entzogen wurden.
  • Rückgabe des Hymnus "Gaude Mater Polonia" als Geste der Anerkennung historischen Unrechts.
  • Zusammenarbeit bei Rückgaben hat seit dem 1. Dezember 2025 an Dynamik gewonnen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Rückgabe verschiedener Kulturgüter betrifft Deutschland und Polen
  • Zielgruppen: Kulturschaffende, Historiker, Bürger beider Länder; Anteil an der Rückgabe von Eisenbahnmodellen und Hymnus "Gaude Mater Polonia"
  • Fristen/Zeiträume: Dynamik seit den deutsch-polnischen Regierungskonsultationen vom 1. Dezember 2025; 35-jähriges Jubiläum des Deutsch-Polnischen Freundschaftsvertrages

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Rückgabe von Kulturgütern als symbolische Geste der Verantwortung Deutschlands gegenüber Polen
  • Förderung der Zusammenarbeit bei der Aufarbeitung von historischem Unrecht zwischen Deutschland und Polen
  • Feierlichkeiten zum 35-jährigen Jubiläum des Deutsch-Polnischen Freundschaftsvertrages als Kontext für die Rückgaben

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Rückgabe verschiedener Kulturgüter an Polen im Rahmen des Deutsch-Polnischen Forums
  • Einrichtungan einer deutsch-polnischen Arbeitsgruppe zur Bearbeitung laufender Rückgabefälle
  • Rückgabe von Eisenbahnmodellen und Objekten als Zeichen der deutsch-polnischen Partnerschaft
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