Frontex warnt vor neuer Migrationsroute von Libyen nach Kreta
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Migration und Sicherheit im Mittelmeerraum
Berlin () – Die europäische Grenzschutzagentur Frontex warnt vor einem neuen Migrationsbrennpunkt im Mittelmeer. Auf der Libyen-Kreta-Route habe sich die Zahl der Überfahrten 2025 verdreifacht, heißt es in einer internen Risikoanalyse, über welche die „Welt am Sonntag“ berichtet. „Es ist zu erwarten, dass der Korridor weiterhin stark unter Druck gerät“, so die Behörde. Frontex rät der EU zu einem Abkommen mit Libyen und zu stärkeren Abschreckungsmaßnahmen.
Die Behörde beschreibt in ihrem strategischen Lagebild für die Jahre 2026 und 2027 zudem Risiken durch geopolitische Instrumentalisierung von Migration sowie mehr Waffen- und Drogenschmuggel an Europas Außengrenzen. Neben Migration verweist Frontex auf zunehmende Risiken durch Schmugglernetzwerke. Kokain gelange vermehrt mit halbtauchfähigen Booten nach Europa, zudem würden von Marokko aus zunehmend Drohnen für Drogentransporte eingesetzt.
Sicherheitsbehörden beobachten außerdem die Lage in der Ukraine. „Das Risiko der Weiterverbreitung nach Europa steigt bei Waffenstillstand oder Demobilisierung sprunghaft an“, warnen die Grenzschützer mit Blick auf Waffen, Munition und Sprengstoff im Umlauf.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bojen im Meer (Archiv) |
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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Zahl der Überfahrten auf der Libyen-Kreta-Route hat sich 2025 verdreifacht.
- Frontex empfiehlt der EU ein Abkommen mit Libyen und stärkere Abschreckungsmaßnahmen.
- Risiko der Weiterverbreitung von Waffen und Sprengstoffen nach Europa steigt.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffen sind Migranten auf der Libyen-Kreta-Route, Zahl der Überfahrten 2025 vervierfacht
- Zielregionen: EU, Libyen, Marokko; Risiko durch Schmuggelnetzwerke und geopolitische Instrumentalisierung der Migration
- Zeitraum: 2025, Prognosen für 2026 und 2027; Dringlichkeit für EU-Abkommen mit Libyen und Anpassung der Abschreckungsmaßnahmen
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Verdopplung der Überfahrten auf der Libyen-Kreta-Route bis 2025
- Geopolitische Instrumentalisierung von Migration
- Zunahme von Schmugglernetzwerken und neuartige Drogenverkehrsrouten
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- EU soll Abkommen mit Libyen schließen
- Stärkere Abschreckungsmaßnahmen gegen Migration empfehlen
- Sicherheitsbehörden beobachten Lage in der Ukraine hinsichtlich Waffenverbreitung
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