DIW-Chef skeptisch nach Reformgipfel mit Sozialpartnern

11. Juni 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaftliche Unsicherheiten in Berlin 2026

() – DIW-Präsident Marcel Fratzscher hat sich nach dem Reformgipfel der Koalitionsspitzen mit den Sozialpartnern skeptisch über das Gelingen des geplanten Reformprozesses geäußert. Gespräche seien immer gut, sagte Fratzscher der „Rheinischen Post“. Man solle die Ergebnisse dieses Treffens aber nicht überinterpretieren.

„Die Sozialpartner geben sich kooperativ, halten aber an ihren roten Linien fest, und diese widersprechen sich zum Teil fundamental“, sagte der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). „Für große Reformen sind Arbeitgeber und Gewerkschaften schlicht zu weit voneinander entfernt. Einigkeit gibt es allenfalls bei kleineren Punkten.“

Das Treffen offenbare vor allem die Schwäche und Zerstrittenheit der Bundesregierung, so Fratzscher. „Sie zäumt das Pferd von hinten auf: Statt sich zuerst selbst auf einen klaren Reformkurs zu einigen, trägt sie ihre eigene Uneinigkeit nach außen und hofft, die Sozialpartner könnten ihr diese Aufgabe abnehmen. Das kann nicht funktionieren.“ Er sei daher skeptisch, dass vor der Sommerpause ein überzeugendes Reformpaket gelinge.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Spitzengespräch mit Koalition und Sozialpartnern am 10.06.2026

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Marcel Fratzscher äußert Skepsis über den Reformprozess nach dem Gipfeltreffen.
  • Arbeitgeber und Gewerkschaften sind sich nur bei kleineren Punkten einig.
  • Bundesregierung zeigt Schwäche und Uneinigkeit, was Reformen betrifft.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen: Arbeitgeber, Gewerkschaften, Bundesregierung
  • Stärke: Zu weit voneinander entfernt für große Reformen
  • Zeitraum: Vor der Sommerpause 2026

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Skepsis über Reformprozess aufgrund von Uneinigkeit zwischen Bundesregierung und Sozialpartnern
  • Fundamental widersprüchliche Positionen von Arbeitgebern und Gewerkschaften
  • Schwierigkeiten bei großen Reformen durch mangelnde Einigkeit der Koalition

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Gespräch mit Sozialpartnern durchgeführt
  • Koalition versucht, Reformprozess voranzutreiben
  • Skepsis über die Möglichkeit eines überzeugenden Reformpakets vor der Sommerpause
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH