Sachsen-Anhalt legt "Wegweiser" für Lehrer gegen Extremismus vor
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Extremismusprävention in Sachsen-Anhalt Schulen
Magdeburg () – Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt hat einen neuen „Wegweiser für pädagogische Fachkräfte im Umgang mit Extremismus“ vorgestellt. Das teilten das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung sowie das Bildungsministerium am Dienstag in Magdeburg mit. Die Broschüre bündelt Beratungs- und Unterstützungsangebote für den Schul- und Bildungsalltag und richtet sich an Lehrkräfte sowie Schulsozialarbeiter.
Der Wegweiser soll konkrete Hilfen bieten, wenn Schüler antisemitische Inhalte verbreiten, extremistische Aussagen im Unterricht fallen oder Eltern sich Sorgen um eine Radikalisierung ihrer Kinder machen. Er enthält Ansprechpartner, Fortbildungsangebote und Handlungsempfehlungen zu Themen wie Rassismus, Islamismus, Diskriminierung und Hass im Netz. Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) sagte, Demokratie lebe vom Gespräch, Hass und Hetze verdienten aber die rote Karte. Bildungsminister Jan Riedel (CDU) ergänzte, Schulen seien Orte der Demokratie, in denen Lehrkräfte „Haltung zeigen“ müssten.
Parallel zum Wegweiser hat das Bildungsministerium einen Erlass zu verbindlichen Maßstäben für politische Bildung in Schulen veröffentlicht. Zudem stellte das Sozialministerium eine Handreichung zur politischen Neutralität in der Kinder- und Jugendhilfe vor. Diese solle deutlich machen, dass Neutralität nicht bedeute, „jede Position unkommentiert zu lassen“, hieß es. Rassistische oder menschenverachtende Aussagen stünden nicht gleichwertig neben demokratischen Positionen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Klassenraum in einer Schule (Archiv) |
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