Netzbetreiber warnt vor zu schnellem Solarausbau

7. Juni 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Erneuerbare Energien und Netzstabilität in Deutschland

() – Der deutsche Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz warnt davor, es mit dem Solarzubau in zu übertreiben. Die Vielzahl an negativen Strompreisen im Mai zeige, dass Deutschland günstigen Strom aus erneuerbaren Energien herstellen könne, sagte 50-Hertz-Chef Stefan Kapferer in einem Podcast des Senders ntv. Gleichzeitig werde damit deutlich, dass das System noch nicht auf die großen Mengen erneuerbaren Stroms vorbereitet sei.

„Der Strompreis berechnet sich nicht nur durch Gestehungskosten. Wir müssen die Systemkosten im Griff behalten, also den Netzausbau und auch den Redispatch, also die Eingriffe ins Stromsystem“, so Kapferer. Die Botschaft des 50-Hertz-Chefs ist deutlich: Man sollte fünf oder sechs Jahre andere Prioritäten als den massiven Zubau weiterer Solarparks setzen.

Der Netzbetreiber fügte hinzu, dass seine Warnung nicht alle Regionen oder alle Technologien betreffe. Er rede nicht davon, den Ausbau der Erneuerbaren zu bremsen, so Kapferer. Bei Windkraft an Land und auf See müsse die Dynamik der Genehmigungen unbedingt auf die Umsetzung der Projekte übertragen werden. Es gehe nur um den Solarzubau. Dort habe es einen enormen Zuwachs gegeben, es sei kein zusätzliches Tempo notwendig. „Das muss man so klar sagen.“

Als Beispiel nennt Kapferer . Das Land befindet sich im Netzgebiet von 50 Hertz. Brandenburg müsse beständig Strom exportieren, weil die erneuerbaren Erzeugungskapazitäten 17 Gigawatt betragen, die Last aber nur drei Gigawatt. Dort werde sicherlich weitere Windkraft benötigt für Zeiten, in denen keine Sonne scheint, aber Solarparks nicht unbedingt.

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Anders sehe es in und Baden-Württemberg aus. „Die verkraften weitere Kapazitäten. Das sind Industrieregionen, die den Strom aufnehmen können“, sagte der Netzbetreiber. In Berlin und sei auch jede Solaranlage wunderbar, egal ob privat oder Gewerbe. Der Stromverbrauch sei vorhanden.

Kapferer ist seit 2019 Vorstandsvorsitzender von 50 Hertz. Der Übertragungsnetzbetreiber ist für den Netzbetrieb in Berlin, Hamburg und allen ostdeutschen Bundesländern verantwortlich.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Solarzellen (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • 50 Hertz warnt vor übermäßigem Solarzubau in Deutschland.
  • Es wird empfohlen, fünf bis sechs Jahre keine zusätzlichen Solarparks zu bauen.
  • In Regionen wie Brandenburg ist weiterer Solarzubau nicht notwendig, während Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg zusätzliche Kapazitäten aufnehmen können.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene Regionen: Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg
  • Zielgruppen: Betreiber von Solarparks, Politiker, Energiewirtschaft
  • Zeitrahmen: 5-6 Jahre für andere Prioritäten im Solarzubau

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Warnung vor ungebremstem Solarzubau in Deutschland
  • Negativer Einfluss auf Strompreise durch Überproduktion erneuerbarer Energien
  • Unterschiedliche regionale Kapazitäten und Bedürfnisse hinsichtlich Solar- und Windstrom

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Warnung vor übermäßigem Solarzubau in Deutschland
  • Fokussierung auf Netz- und Systemkosten, nicht nur Gestehungskosten
  • Förderung der Windkraftgenehmigungen, keine weitere Solarpark-Ausdehnung nötig
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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