Viele Ausbildungsplätze in Bayern noch frei
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Wirtschaft: Freie Ausbildungsplätze in Bayern
Nürnberg () – Kurz vor dem Start des neuen Ausbildungsjahrs am 1. September sind in Bayern weiterhin viele Ausbildungsplätze frei. Das hat die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitgeteilt.
Mehr als 60.000 Bewerber haben sich demnach bereits gemeldet, rund 19.500 Jugendliche suchen noch eine Stelle, über 24.000 sind schon fündig geworden. Etwa 31.500 Ausbildungsstellen warten noch auf Besetzung.
Der Ausbildungsmarkt bleibt ein Bewerbermarkt mit vielen Optionen.
Nach Angaben der Behörde ist der Fachkräftebedarf ungebrochen hoch. Eine abgeschlossene Berufsausbildung sichere langfristige Perspektiven und eine bessere Entlohnung.
2025 lag die Arbeitslosenquote in Bayern für Menschen ohne Berufsabschluss bei 13,8 Prozent, für Menschen mit abgeschlossener Berufsausbildung nur bei 2,6 Prozent. „Es ist noch nicht zu spät, auch kurz vor dem Ausbildungsbeginn noch einen Ausbildungsplatz zu finden“, sagte Markus Schmitz, Chef der Bundesagentur für Arbeit in Bayern. Die Differenz zwischen einem Erwerbsleben mit und ohne abgeschlossene Ausbildung betrage nicht selten den Gegenwert einer Eigentumswohnung.
Auf 100 unbesetzte Ausbildungsstellen kommen rechnerisch 62 noch unversorgte Bewerber.
Die Berufsberatung informiert über freie Angebote und nennt Alternativen zum Wunschberuf. Ein Praktikum in den Sommerferien kann zusätzlich Orientierung geben und das Risiko eines Ausbildungsabbruchs mindern.
Besonders gute Chancen gibt es nach wie vor im Verkauf und Handel, außerdem in der Energietechnik und in der Lagerwirtschaft. Zu den gefragtesten Berufen zählen weiterhin Klassiker: Bewerberinnen streben besonders häufig zu Medizinischen Fachangestellten, Kauffrauen für Büromanagement und Zahnmedizinischen Fachangestellten, während männliche Bewerber sich eher als Kfz-Mechatroniker, Elektroniker oder Fachinformatiker bewerben.
Wenn Arbeitgeber keine heimischen Bewerber finden, unterstützt die Agentur nach den Worten von Schmitz auch Projekte mit jungen Menschen aus dem Ausland, etwa aus Kasachstan, Tadschikistan und El Salvador.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bundesagentur für Arbeit (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- In Bayern sind kurz vor dem 1. September weiterhin viele Ausbildungsplätze frei; es sind noch rund 31.500 Ausbildungsstellen zu besetzen und etwa 19.500 Jugendliche suchen noch eine Stelle
- Rechnerisch kommen auf 100 unbesetzte Ausbildungsstellen 62 noch unversorgte Bewerber, und 2025 lag die Arbeitslosenquote bei Menschen ohne Berufsabschluss bei 13,8 Prozent gegenüber 2,6 Prozent bei Menschen mit abgeschlossener Berufsausbildung
- Gute Chancen werden besonders in Verkauf und Handel sowie in Energietechnik und Lagerwirtschaft genannt, und Arbeitgeber können bei fehlenden heimischen Bewerbern auch Unterstützung durch Projekte mit jungen Menschen aus dem Ausland (u. a. Kasachstan, Tadschikistan, El Salvador) erhalten
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Bayern, vor dem Start des neuen Ausbildungsjahrs am 1. September: über 60.000 Bewerber gemeldet, ca. 19.500 Jugendliche suchen noch eine Stelle, ca. 24.000 haben schon eine Stelle gefunden, ca. 31.500 Ausbildungsstellen warten noch auf Besetzung; rechnerisch 100 unbesetzte Ausbildungsstellen stehen 62 noch unversorgten Bewerbern gegenüber
- Zielgruppen: Jugendliche/Bewerber und Arbeitgeber in Bayern; außerdem Bewerberinnen und männliche Bewerber mit genannten Schwerpunktberufen (z.B. medizinische/ Büro-/ Zahnberufe sowie Kfz-/ Elektronik-/ Fachinformatik)
- Zahlen/Zeitraum: Arbeitslosenquote 2025 in Bayern ohne Berufsabschluss 13,8 Prozent, mit abgeschlossener Berufsausbildung 2,6 Prozent; Hinweis, dass es „kurz vor dem Ausbildungsbeginn“ noch möglich ist, einen Platz zu finden
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Weiterhin viele freie Ausbildungsplätze in Bayern kurz vor dem 1. September, teils weil der Ausbildungsmarkt ein Bewerbermarkt mit vielen Optionen bleibt und noch nicht alle Stellen besetzt sind
- Ungebrochen hoher Fachkräftebedarf sowie bessere Perspektiven und Entlohnung durch eine abgeschlossene Berufsausbildung, sichtbar u.a. an der deutlich niedrigeren Arbeitslosenquote bei Menschen mit Berufsabschluss (2,6%) gegenüber ohne Berufsabschluss (13,8%)
- Zurückbleibender Bewerber-/Stellen-Notausgleich kurz vor Ausbildungsbeginn, mit Auslösern wie noch nicht abgeschlossene Platzbesetzungen; begünstigt durch Angebote der Berufsberatung und mögliches Praktikum als Orientierung, sowie ggf. Unterstützung durch Bewerber aus dem Ausland wenn keine heimischen Bewerber gefunden werden
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Die Berufsberatung informiert über freie Ausbildungsangebote und nennt Alternativen zum Wunschberuf
- Es wird empfohlen, noch kurz vor Ausbildungsbeginn einen Platz zu finden und bei Bedarf ein Praktikum in den Sommerferien zu machen
- Die Bundesagentur unterstützt Arbeitgeber zudem mit Projekten zur Vermittlung junger Menschen aus dem Ausland, falls keine heimischen Bewerber gefunden werden
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