Dax am Mittag weiter freundlich – Halbleiterbranche stützt Index
Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung
Wirtschaft: DAX-Kursentwicklung in Frankfurt
Frankfurt/Main () – Der Dax hat am Freitag nach einem sehr freundlichen Start in den Handelstag bis zum Mittag einen Teil seiner Zugewinne abgebaut. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.812 Punkten berechnet, 0,8 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.
„Der Dax 40 ist im bisherigen Tagesverlauf ganz knapp mit 25.891 Punkten an seinem bisherigen Höchstkursniveau von 25.900 Punkten vorbeigeschlittert“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Die Investoren lassen sich von den geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten nicht mehr stark beeinflussen und fokussieren sich verstärkt auf die Berichtssaison und den makroökonomischen Einflüssen.“
Auch die starke Gegenbewegung bei den Halbleiterunternehmen verhelfe den europäischen Aktienmärkten zum Wochenschluss zu neuer Kursdynamik, erklärte der Analyst. „Dieser Trend kann zum Wochenschluss die schwachen chinesischen Einkaufsmanagerindizes überspielen und stellt die Aktien von Infineon, Siemens Energy und Hochtief erneut an die Dax-Spitze.“
Die Arbeitslosenzahlen seien in Deutschland im vergangenen Monat Juli saisonbereinigt unter den Erwartungen ausgefallen, so Lipkow. Sie zeigten auf, „dass die Konjunkturerholung in Deutschland maßgeblich durch Kosteneinsparungen und Synergieeffekte getragen wird. Es ist noch zu früh, um von einer gesamtbreiten wirtschaftlichen Erholung sprechen zu können, die auch zu einer Absenkung der Arbeitslosigkeit führt“, erklärte der Analyst. „Die Blicke der Investoren richten sich heute noch auf den Chicago Einkaufsmanagerindex und dem Konsumklima der Universität Michigan.“
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1502 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8694 Euro zu haben.
Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 89,30 US-Dollar, das waren 27 Cent oder 0,3 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Frankfurter Börse |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Dax lag um 12:30 Uhr bei rund 25.812 Punkten, etwa 0,8 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag, und rutschte bis zum bisherigen Tageshoch knapp an 25.891 Punkten bzw. 25.900 Punkten heran
- Investoren fokussierten sich laut CMC Markets stärker auf Berichtssaison und Makrodaten statt auf geopolitische Entwicklungen; Halbleiter-Stärke (u. a. Infineon, Siemens Energy) schob Aktien nach oben, während das schwache chinesische Einkaufsmanagerindizes zeitweise überdeckt wurde
- In Deutschland fielen saisonbereinigte Arbeitslosenzahlen im Juli besser aus als erwartet; zudem standen am Tag noch der Chicago-Einkaufsmanagerindex und das Konsumklima der Universität Michigan im Blick, der Euro lag bei 1,1502 US-Dollar und Brent bei 89,30 US-Dollar je Fass
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffen sind Anleger und europäische Aktienmärkte; der Dax in Frankfurt legt im Tagesverlauf bis gegen 12:30 Uhr auf rund 25.812 Punkte um 0,8% über Vorabend-Schluss; bis 12:30 wurde ein Tageshoch knapp bei 25.891 Punkten (nahe 25.900) erreicht
- Betroffen sind Halbleiter- und Dax-Unternehmen (Infineon, Siemens Energy, Hochtief) durch eine starke Gegenbewegung; laut Analyst an der Dax-Spitze positioniert
- Betroffen sind vor allem Erwartungen in Deutschland/USA durch Makrodaten: Arbeitslosenzahlen im vergangenen Monat Juli saisonbereinigt unter Erwartung; Investor-Fokus zusätzlich auf den Chicago-Einkaufsmanagerindex und das Konsumklima der Universität Michigan; Zeitraum: laufender Handelstag (Freitag) bis zu den genannten Veröffentlichungen
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- geopolitische Entwicklungen im Nahen Osten beeinflussen Investoren kaum mehr, Fokus stärker auf Berichtssaison und makroökonomische Einflüsse
- starke Gegenbewegung bei Halbleiterunternehmen treibt Kursdynamik in Europa; kann schwache chinesische Einkaufsmanagerindizes überdecken und bringt Dax-Werte wie Infineon, Siemens Energy und Hochtief nach vorn
- Arbeitslosenzahlen in Deutschland im Juli saisonbereinigt unter Erwartungen; Konjunkturerholung laut Analyst eher durch Kosteneinsparungen und Synergieeffekte, Erwartungen auf kommende US-Daten wie Chicago-Einkaufsmanagerindex und Michigan-Konsumklima
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Keine Angabe
- Weimer plant Skulpturensammlung an historischem Ort in Berlin - 5. August 2026
- Ramelow will Volksabstimmung über Wehr- und Zivildienst - 5. August 2026
- DIHK: Zahl der Firmengründungen 2025 deutlich gestiegen - 5. August 2026
