CSU-Fraktion fordert nach Gespräch mit Streeck Präventionsoffensive gegen Drogen

30. Juli 2026

Bayern - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaft: Bayerische Drogenpolitik im Fokus

() – Die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag hat nach einem Austausch mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Hendrik Streeck (CDU), eine Präventionsoffensive gegen Drogen und klare Korrekturen bei der Cannabis-Politik gefordert. Das teilte die Fraktion am Donnerstag mit.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die zunehmenden Gefahren durch Kokain, Crack und neue synthetische Substanzen sowie die Frage, ob die aktuelle Cannabis-Politik den Ansprüchen von Gesundheits- und Jugendschutz gerecht werde.

Der Vorsitzende der CSU-Landtagsfraktion, Klaus Holetschek, betonte, die bayerische Drogen- und Suchtpolitik stütze sich auf den Dreiklang aus Prävention, Repression und Hilfe.

Bei Cannabis erlebe man jedoch gesellschaftliche Verharmlosung. Drogenpolitik müsse sich an der Lebensrealität junger Menschen und medizinischer Evidenz orientieren.

Auch bei Alkohol, Tabak und Nikotin seien höhere Preise sinnvoll, um junge Menschen vor Abhängigkeit zu schützen. Die zusätzlichen Einnahmen aus einer höheren Tabaksteuer müssten der Gesundheitsvorsorge zugutekommen.

Bernhard Seidenath, Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit und Pflege, forderte einen verbindlichen Präventionspakt von Bund, Ländern, Kommunen und Gesundheitswesen.

Beim Thema Cannabis müsse man zum Status vor der Legalisierung zurückkehren. Streeck erklärte, die Drogenmärkte veränderten sich rasant.

Hinter den 2.150 Drogentoten stünden Menschen, Familien und Freunde. Man brauche verlässliche Prävention, ein leistungsfähiges Frühwarnsystem und spezialisierte Hilfen für Kokain- und Crackabhängige.

Die Legalisierung dürfe nicht zur gesellschaftlichen Normalisierung des Konsums führen, schon gar nicht bei Kindern und Jugendlichen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Cannabis (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • CSU-Fraktion fordert nach Gespräch mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Hendrik Streeck, eine Präventionsoffensive gegen Drogen und klare Korrekturen bei der Cannabis-Politik
  • Holetschek fordert Rückkehr beim Thema Cannabis zum Status vor der Legalisierung und kritisiert gesellschaftliche Verharmlosung; gefordert wird Ausrichtung an Lebensrealität junger Menschen und medizinischer Evidenz
  • Seidenath fordert einen verbindlichen Präventionspakt von Bund, Ländern, Kommunen und Gesundheitswesen sowie verlässliche Prävention, ein leistungsfähiges Frühwarnsystem und spezialisierte Hilfen für Kokain- und Crackabhängige

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag; richtet sich auf bayerische Drogen- und Suchtpolitik sowie Gesundheits- und Jugendschutz, fordert Präventionsoffensive und Rückkehr beim Cannabis zum Status vor der Legalisierung, außerdem verbindlichen Präventionspakt von Bund, Ländern, Kommunen und Gesundheitswesen
  • Betroffen sind insbesondere Kinder und Jugendliche sowie Menschen mit Kokain- und Crackabhängigkeit; Verweis auf 2.150 Drogentote als Begründung, ohne konkrete Fristen/Zeiträume
  • Regionale Ebene vor allem Bayern; thematisiert außerdem Bund-Länder-Kommunen-Koordination und ein leistungsfähiges Frühwarnsystem auf gesamtstaatlicher Ebene, ohne konkrete Zeitvorgaben

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Zunehmende Gefahren durch Kokain, Crack und neue synthetische Substanzen sowie Zweifel, ob die aktuelle Cannabis-Politik ausreichenden Gesundheits- und Jugendschutz bietet
  • Gesellschaftliche Verharmlosung von Cannabis; Forderung, wieder wie vor der Legalisierung zu handeln und der Drogenpolitik medizinische Evidenz sowie Lebensrealität junger Menschen zugrunde zu legen
  • Auslöser ist der Austausch der CSU-Landtagsfraktion mit Hendrik Streeck; dahinter stehen Forderungen nach verbindlichem Präventionspakt, leistungsfähigem Frühwarnsystem, spezialisierten Hilfen und Vermeidung einer Normalisierung des Konsums auch bei Kindern und Jugendlichen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • CSU-Fraktion fordert eine Präventionsoffensive gegen Drogen und klare Korrekturen bei der Cannabis-Politik, weil die aktuelle Politik nach Ansicht der Fraktion Verharmlosung fördere und nicht ausreichend am Gesundheits- und Jugendschutz ausgerichtet sei
  • gefordert wird ein verbindlicher Präventionspakt von Bund, Ländern, Kommunen und Gesundheitswesen sowie ein leistungsfähiges Frühwarnsystem und spezialisierte Hilfen für Kokain- und Crackabhängige
  • für Cannabis wird verlangt, zum Status vor der Legalisierung zurückzukehren, damit keine gesellschaftliche Normalisierung des Konsums eintritt, insbesondere nicht bei Kindern und Jugendlichen
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