Bundesdrogenbeauftragter Streeck befürwortet höhere Tabaksteuer

13. Juli 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik: Tabaksteuer für Gesundheitsschutz in
Berlin () – Der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Hendrik Streeck (CDU), hat sich für eine höhere Tabaksteuer ausgesprochen.

„Die deutliche Erhöhung der Tabaksteuer ist eine richtige Entscheidung“, sagte Streeck der „Frankfurter Rundschau“ von Ippen-Media. „Der Preis ist einer der wirksamsten Hebel, um Jugendliche vom Einstieg abzuhalten und Raucher beim Ausstieg zu unterstützen.“ Zugleich gehe es um ein „klares ordnungspolitisches Prinzip“, sagte Streeck. „Es ist falsch, Gewinne zu privatisieren und die gesundheitlichen Folgekosten der Allgemeinheit zu überlassen.“

Tabak verursache jedes Jahr rund 30 Milliarden Euro direkte Kosten im Gesundheitswesen und weitere 67 Milliarden Euro volkswirtschaftliche Schäden. „Deshalb gehört ein fester Teil der zusätzlichen Einnahmen in Prävention, Rauchentwöhnung, Kontrollen und Behandlung.“ Die höhere Tabaksteuer dürfe daher „nicht nur den Bundeshaushalt entlasten“, forderte Streeck. „Sie muss dazu beitragen, Abhängigkeit zu verhindern, Krankheit zu vermeiden und Leben zu schützen.“

Wie am Montag bekannt geworden war, soll die Tabaksteuer stärker steigen als zunächst angenommen. „Die Regierungsfraktionen haben entschieden, die im Regierungsentwurf vorgesehenen Steuertarife noch einmal nach oben anzupassen“, verlautete es gegenüber der „Frankfurter Rundschau“ aus Regierungskreisen. „So soll vor allem der Aspekt des Gesundheitsschutzes noch einmal gestärkt werden“, heißt es weiter. Zuvor hatte das „Redaktionsnetzwerk “ berichtet. Demnach arbeitet die Bundesregierung an einer „schrittweisen“ Erhöhung der Tabaksteuer. Bis 2030 soll eine Packung durchschnittlich knapp zwölf Euro kosten, aktuell sind es etwa acht Euro. Geplant ist die Änderung für 2027. Dann würde eine Packung Zigaretten 9,10 Euro kosten, 2028 wären es 9,91 Euro. 2029 sollen 10,81 Euro und 2030 11,78 Euro fällig werden. Der Tabaksteueranteil würde sich von etwa vier Euro bis 2030 auf 6,19 Euro erhöhen. Auch die Besteuerung von Feinschnitt, also von Tabak für selbstgedrehte Zigaretten, soll demnach steigen.

Siehe auch:  Merz telefoniert mit Trump über Iran-Krieg
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Hendrik Streeck (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Hendrik Streeck (CDU) fordert eine deutliche Erhöhung der Tabaksteuer als Maßnahme gegen den Einstieg Jugendlicher und zur Unterstützung von Rauchern beim Ausstieg
  • Die Regierungsfraktionen passen die im Regierungsentwurf vorgesehenen Steuertarife nach oben an; damit soll der Gesundheitsschutz stärker betont werden, wobei die Änderung für 2027 geplant ist und die Packung bis 2030 durchschnittlich knapp zwölf Euro kosten soll
  • Ein fester Teil der zusätzlichen Einnahmen soll in Prävention, Rauchentwöhnung, Kontrollen und Behandlung fließen; außerdem soll die Besteuerung von Feinschnitt steigen

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Hendrik Streeck (Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, CDU) betrifft Forderung nach höherer Tabaksteuer; Zielgruppen laut Text Jugendliche vom Einstieg abhalten und Raucher beim Ausstieg unterstützen sowie Allgemeinheit gesundheitliche Folgekosten reduzieren
  • Deutschland/ Bundesregierung und Regierungsfraktionen: Tabaksteuer soll schrittweise steigen, geplante Änderung 2027; Zielwerte Packung durchschnittlich von ca. 8 Euro auf knapp 12 Euro bis 2030 (2027 9,10 Euro; 2028 9,91 Euro; 2029 10,81 Euro; 2030 11,78 Euro)
  • Finanz-/Gesundheitszahlen: Tabak verursacht jährlich ca. 30 Mrd. Euro direkte Kosten im Gesundheitswesen plus ca. 67 Mrd. Euro volkswirtschaftliche Schäden; zusätzliche Einnahmen sollen anteilig in Prävention, Rauchentwöhnung, Kontrollen und Behandlung fließen, damit mehr Gesundheitsschutz umgesetzt wird

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Preissteigerung durch höhere Tabaksteuer als wirksamer Hebel zur Verhinderung des Einstiegs von Jugendlichen und zur Unterstützung beim Ausstieg von Rauchern
  • gesundheitliche und volkswirtschaftliche Folgekosten durch Tabakkonsum; jährliche direkte Kosten im Gesundheitswesen sowie weitere volkswirtschaftliche Schäden, daher sollen zusätzliche Einnahmen für Prävention, Rauchentwöhnung, Kontrollen und Behandlung verwendet werden
  • politische Entscheidung der Regierungsfraktionen, die Steuertarife gegenüber dem Regierungsentwurf nach oben anzupassen; schrittweise Erhöhung bis 2030, um den Aspekt Gesundheitsschutz stärker zu betonen (Änderung geplant für 2027, Anhebung auch für Feinschnitt)

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Bundesregierung plant eine schrittweise Erhöhung der Tabaksteuer; die Steuertarife im Regierungsentwurf sollen dafür noch einmal nach oben angepasst werden, damit vor allem der Gesundheitsschutz gestärkt wird
  • Änderung der Tabaksteuer ist für 2027 vorgesehen, mit steigenden Preisen bis 2030 sowie höherer Besteuerung von Feinschnitt für selbstgedrehte Zigaretten
  • Ein fester Anteil der zusätzlichen Einnahmen soll in Prävention, Rauchentwöhnung, Kontrollen und Behandlung fließen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Alle anzeigen)