Chrupalla verteidigt Singen von DDR-Hymne
Regional - Sachsen-Anhalt - aktuelle Fakten und Einordnung
AfD-Wahlkampf in Dessau-Roßlau: DDR-Hymne
Dessau-Roßlau () – AfD-Chef Tino Chrupalla hat einen Auftritt in Dessau-Roßlau verteidigt, bei dem er mit dem AfD-Spitzenkandidaten für die Wahl in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, die DDR-Hymne gesungen hat.
Gemeinsam habe man mit „Deutschland einig Vaterland“ zur Einheit aufgerufen und die Aufbruchstimmung in Sachsen-Anhalt in den Vordergrund gestellt, sagte Chrupalla den Sendern RTL und ntv am Mittwoch. Das Lied „Auferstanden aus Ruinen“ drücke genau die Hoffnung aus, die Bürger empfinden würden.
„Wir möchten dafür sorgen, dass nicht weitere Ruinen entstehen – wie im Bereich der gesprengten Kernkraftwerke oder anderer kritischer Infrastruktur“, so Chrupalla. Eine nachträgliche, künstliche Skandalisierung der Veranstaltung sei daher unnötig.
Der Wahlkampfauftritt hatte umgehend Irritationen hervorgerufen.
Angestimmt hatte die Hymne bei der Veranstaltung der Kabarettist Uwe Steimle. Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) nannte den Auftritt am Mittwoch „extrem befremdlich“.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Tino Chrupalla (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- AfD-Chef Tino Chrupalla verteidigte seinen Auftritt in Dessau-Roßlau, bei dem er mit dem AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund die DDR-Hymne „Auferstanden aus Ruinen“ gesungen hat
- Chrupalla sagte, „Deutschland einig Vaterland“ zur Einheit aufgerufen zu haben und begründete das Lied damit, dass es die Hoffnungen der Bürger ausdrücke
- Er verwies auf den Wunsch, weitere „Ruinen“ zu verhindern, u. a. bei gesprengten Kernkraftwerken oder anderer kritischer Infrastruktur, und bezeichnete eine nachträgliche künstliche Skandalisierung als unnötig
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- AfD-Chef Tino Chrupalla betraf den Wahlkampfauftritt in Dessau-Roßlau sowie die von ihm betonte Aufbruchstimmung; regionbezogen Sachsen-Anhalt und konkrete Bezüge auf Sachsen-Anhalt-Wahl, zeitlich am Mittwoch (Wahlkampfauftritt/Einordnung am Mittwoch)
- Ulrich Siegmund als AfD-Spitzenkandidat für die Wahl in Sachsen-Anhalt wurde im Rahmen des Auftritts mit adressiert; keine konkreten Zahlen genannt, Fristen/Zeiträume nicht beziffert
- DDR-Hymnen-Gesang betraf die Öffentlichkeit/Beobachter des Auftritts und rief sofortige Irritationen hervor; daneben benannte Akteure sind Uwe Steimle (Anstimmen) und Thorsten Frei (CDU) mit Bewertung als „extrem befremdlich“
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Verteidigung des Auftritts in Dessau-Roßlau; Chrupalla und AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund sangen die DDR-Hymne „Deutschland einig Vaterland“ und riefen zur Einheit auf
- Chrupalla begründete das Singen mit der Aussage „Auferstanden aus Ruinen“ entspreche der Hoffnungs- bzw. Aufbruchstimmung, die Bürger in Sachsen-Anhalt empfänden
- Auslöser für Kritik/Irritation war die sofortige Reaktion auf den Wahlkampfauftritt; u.a. Thorsten Frei (CDU) bezeichnete ihn als extrem befremdlich und es wurde von „nachträglicher, künstlicher Skandalisierung“ gesprochen
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