Lufthansa baut 550 Stellen bei Kernmarke ab

28. Juli 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft: Lufthansa kündigt Stellenabbau an
() – Lufthansa beginnt mit dem Ende September vergangenen Jahres angekündigten Abbau von 4.000 Stellen bis 2030. Das berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf ein internes Schreiben an die Belegschaft. Der Konzern startet für die Beschäftigten der Deutschen Lufthansa AG das Freiwilligenprogramm „New Ways“. Das Ziel ist der Abbau von bis zu 550 Vollzeitstellen bei der Kernmarke Lufthansa Airlines und in Zentralbereichen der Deutschen Lufthansa AG.

Das Unternehmen bietet zwei Optionen an: Zum einen können betroffene Mitarbeiter einen Aufhebungsvertrag mit Abfindung unterzeichnen, zum anderen können sie sich für einen Aufhebungsvertrag „mit unwiderruflicher bezahlter Freistellung, einschließlich einer Nebentätigkeitserlaubnis außerhalb der Lufthansa Group“ entscheiden. Zwar gilt das Prinzip der doppelten Freiwilligkeit. Einem Aufhebungsvertrag müssen sowohl der Mitarbeiter als auch die zuständige Führungskraft zustimmen. Allerdings gibt es eine Einschränkung: Mitarbeiter können sich nicht selbst melden. Wer für „New Ways“ infrage kommt, wird von seiner Führungskraft angesprochen. Das soll ab dem 27. Juli erfolgen.

Konkrete Zahlen, was das Unternehmen an Abfindung anbietet, werden nicht genannt. „Die Modalitäten möglicher Abfindungen basieren auf einem vereinbarten Rahmen, ergeben sich im Detail jedoch aus individuellen Faktoren und werden daher jeweils in persönlichen Gesprächen mit den HR-Consultants sowie der zuständigen Führungskraft erläutert“, zitiert das „Handelsblatt“ aus dem Schreiben. Der Stellenabbau solle nicht ausschließlich über freiwillige Maßnahmen erfolgen, sondern auch durch Fluktuation und den Verzicht auf Nachbesetzungen. Altersteilzeit bietet das Unternehmen demnach dagegen nicht an.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Lufthansa-Flugzeuge (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Lufthansa startet ein Freiwilligenprogramm „New Ways“ zur Unterstützung des Abbaus von bis zu 4.000 Stellen bis 2030, mit Ziel von bis zu 550 Vollzeitstellen bei Lufthansa Airlines und Zentralbereichen der Deutschen Lufthansa AG
  • „New Ways“ bietet zwei Aufhebungsoptionen an, darunter ein Aufhebungsvertrag mit unwiderruflicher bezahlter Freistellung einschließlich Nebentätigkeitserlaubnis außerhalb der Lufthansa Group; Mitarbeiter können sich nicht selbst melden, sondern werden ab 27. Juli von der Führungskraft angesprochen
  • Abfindungsmodalitäten werden nicht pauschal genannt, sondern in individuellen Gesprächen mit HR-Consultants und Führungskraft erläutert; Stellenabbau erfolgt nicht ausschließlich freiwillig, u. a. über Fluktuation und Verzicht auf Nachbesetzungen, Altersteilzeit wird nicht angeboten

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Beschäftigte der Deutschen Lufthansa AG sowie Zentralbereiche der Lufthansa Group: Abbau von bis zu 4.000 Stellen bis 2030; Freiwilligenprogramm „New Ways“ mit Ziel Abbau von bis zu 550 Vollzeitstellen bei Lufthansa Airlines und in Zentralbereichen
  • Deutschlandweit/regional nicht näher spezifiziert: Ansprache potenziell infrage kommender Mitarbeiter durch Führungskräfte ab dem 27. Juli; Zustimmung für Aufhebungsvertrag nötig, aber Mitarbeiter können sich nicht selbst melden
  • Betroffene können zwei Varianten wählen ohne konkret genannte Abfindungssummen; Bedingungen ergeben sich individuell in Gesprächen mit HR-Consultants und Führungskraft (keine konkreten Zahlen/Fristen für Abfindung genannt)

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Abbau von bis zu 4.000 Stellen bei Lufthansa bis 2030 als Unternehmensentscheidung mit Freiwilligenprogramm „New Ways“, inkl. bis zu 550 Vollzeitstellen bei Lufthansa Airlines sowie Zentralbereichen
  • Ziel- und Umsetzungsrahmen: Stellenabbau nicht nur durch Freiwilligkeit, sondern auch durch Fluktuation und Verzicht auf Nachbesetzungen; keine Altersteilzeit angeboten
  • Auslöser/Prozess: Beginn der Ansprache potenziell infrage kommender Beschäftigter ab 27. Juli durch Führungskräfte; Auswahl über Aufhebungsvertrag mit Abfindung oder bezahlter unwiderruflicher Freistellung inkl. Nebentätigkeitserlaubnis; doppelte Freiwilligkeit (Zustimmung Mitarbeiter und Führungskraft), Mitarbeiter können sich jedoch nicht selbst melden

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Lufthansa startet das Freiwilligenprogramm „New Ways“ zum Stellenabbau und spricht dafür ab dem 27. Juli infrage kommende Beschäftigte durch die zuständige Führungskraft an
  • Betroffene können freiwillig Aufhebungsverträge wählen, entweder mit Abfindung oder mit unwiderruflicher bezahlter Freistellung einschließlich Nebentätigkeitserlaubnis außerhalb der Lufthansa Group
  • Der geplante Abbau soll auch über Fluktuation und den Verzicht auf Nachbesetzungen erfolgen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH