Zalando streicht weitere Stellen in Berliner Zentrale

20. Juli 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft in : Zalando baut Stellen ab

Berlin () – Zalando baut in offenbar weiter Stellen ab. Das geht aus Unternehmenskreisen und einem internen Schreiben hervor, über das das „Handelsblatt“ berichtet. Auf die Rahmenbedingungen des Stellenabbaus hatten sich Zalando und der Berliner Betriebsrat Ende Mai geeinigt, wie aus internen Dokumenten hervorgeht. Betroffenen Mitarbeitern wurden demnach bis zum 30. Juni Abfindungen als Teil eines Freiwilligenprogrammes angeboten.

Die Abfindungsangebote seien Unternehmenskreisen zufolge nach dem Prinzip der doppelten Freiwilligkeit erfolgt: Nur wenn Arbeitnehmer und Arbeitgeber dem Aufhebungsvertrag zustimmen, kommt dieser auch zustande. Der Stellenabbau hatte sich offenbar bereits Mitte März angekündigt. In einem weiteren Schreiben im Intranet an seine Mitarbeitenden, über das das „Handelsblatt“ ebenfalls berichtet, verkündete Zalando damals: „Wir rechnen mit einem Abbau von etwa 150 bis 200 Stellen.“

Auf Anfrage bestätigt Zalando die „Festlegung von einvernehmlichen Aufhebungsverträgen“ und einem Freiwilligenprogramm. Wie viele Mitarbeiter genau die Zentrale in Berlin nun verlassen, dazu wollte sich Zalando auf Anfrage nicht äußern. Die weiteren Stellenstreichungen folgen auf bereits laufende Abbauprogramme. So hatte Zalando Anfang des Jahres die Schließung seines ältesten Logistikzentrums in verkündet. Im Juni einigte sich der Modehändler mit Arbeitnehmervertretern auf einen Sozialplan. Mehr als 2.100 Beschäftigte verlieren dort Ende September ihre Arbeit. Zudem hatte Zalando im Januar einen Stellenabbau im Bereich „Lounge Content Solutions“ angekündigt. 180 Mitarbeiter sollen bis Jahresende ihre Arbeit verlieren.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Zalando (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Zalando kündigte in einem internen Schreiben einen Stellenabbau von etwa 150 bis 200 Stellen an und stellte Abfindungen bis zum 30. Juni im Rahmen eines Freiwilligenprogrammes bereit
  • Zalando bestätigte die Festlegung einvernehmlicher Aufhebungsverträge; der Stellenabbau erfolgte nach dem Prinzip doppelter Freiwilligkeit, sodass nur bei Zustimmung von Arbeitnehmer und Arbeitgeber ein Vertrag zustande kommt
  • Nach bereits laufenden Abbauprogrammen sollen weitere Stellen folgen, darunter die Schließung des Logistikzentrums in Erfurt mit Verlust von Arbeitsplätzen für mehr als 2.100 Beschäftigte Ende September und der geplante Abbau im Bereich „Lounge Content Solutions“ für 180 Mitarbeiter bis Jahresende

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Zalando in Deutschland: Abbau von etwa 150 bis 200 Stellen angekündigt, Stellenabbau offenbar weitergeführt; Berlin (Zentrale) betroffen, genaue Zahl für die Zentrale nicht kommuniziert; Freiwilligenprogramm mit Abfindungen bis zum 30. Juni, Aufhebungsverträge nur bei beidseitiger Zustimmung (Arbeitnehmer und Arbeitgeber)
  • Weitere Stellenverluste bei Zalando in Erfurt: Schließung eines Logistikzentrums, mehr als 2.100 Beschäftigte verlieren dort Ende September ihre Arbeit; Sozialplan im Juni vereinbart
  • Bereich „Lounge Content Solutions“ bei Zalando: 180 Mitarbeiter sollen bis Jahresende ihre Arbeit verlieren

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Unternehmensweit offenbar weiterer Stellenabbau bei Zalando, mit Abfindungen bis zum 30. Juni im Rahmen eines Freiwilligenprogrammes nach Zustimmung beider Seiten und interner Ankündigung der Stellenreduktion ab Mitte März
  • Hintergründe: bereits laufende bzw. vorher angekündigte Abbauprogramme, darunter Schließung des ältesten Logistikzentrums in Erfurt (Sozialplan, Kündigungen Ende September, >2.100 Betroffene) sowie Stellenabbau „Lounge Content Solutions“ (180 bis Jahresende)
  • Auslöser/Kontext: Einigung von Zalando und Berliner Betriebsrat Ende Mai über Rahmenbedingungen des Stellenabbaus, danach Umsetzung mit einvernehmlichen Aufhebungsverträgen; genaue Zahl der Betroffenen in Berlin bleibt laut Text offen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Zalando bietet betroffenen Mitarbeitern bis zum 30. Juni Abfindungen im Rahmen eines Freiwilligenprogrammes an
  • Die Abfindungsangebote erfolgen nur bei Zustimmung von Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu einvernehmlichen Aufhebungsverträgen
  • Auf Anfrage bestätigt Zalando die Festlegung von einvernehmlichen Aufhebungsverträgen und dem Freiwilligenprogramm, ohne zur konkreten Zahl der Abgänge in Berlin Stellung zu nehmen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH