Uno-Flüchtlingshilfe pocht auf Einhaltung von Flüchtlingskonvention
Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung
Politik: Bundesregierung in der Flüchtlingsfrage
Bonn () – Der Nationale Direktor der Uno-Flüchtlingshilfe, Mark Ankerstein, hat die Bundesregierung aufgefordert, die Tür für Flüchtlinge offen zu halten.
„Ich finde auf jeden Fall, dass wir die Basis der Genfer Flüchtlingskonvention, der wir uns verpflichtet haben, nicht verlassen sollten“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Samstagausgaben). „Sie hat nämlich auch mit der deutschen Geschichte zu tun. Menschen bekommen bei uns mit Recht Schutz. Es gibt keinen Grund, das negativ darzustellen“, so Ankerstein. „In unserem Land haben schließlich schon immer Menschen gelebt, die nicht in Deutschland geboren wurden. Das hat Deutschland nicht geschadet.“
Ankerstein erinnerte daran, dass man Teil der Weltgemeinschaft sei. „Und deshalb sollten wir uns auch an der Problemlösung weltweit beteiligen, nicht zuletzt mit finanziellen Mitteln“, sagte der Geschäftsführer der Uno-Flüchtlingshilfe.
„Außerdem würde ich darum bitten, die Flüchtlingspolitik nicht im Wahlkampf zu nutzen. Und wenn darüber im Wahlkampf diskutiert wird, dann möglichst faktenbasiert und nicht so extrem emotionalisiert“, so Andkerstein. „Man sollte das Flüchtlingsthema nicht als Angstthema nutzen. Das ist nicht fair und diskreditiert diejenigen, die mit einem berechtigten Schutzanspruch zurecht zu uns kommen und Hilfe wünschen.“
Die Uno-Flüchtlingshilfe ist Partner des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR), arbeitet aber ausschließlich mit Spenden.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Flüchtlingskind in einer „Zeltstadt“ (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Mark Ankerstein hat die Bundesregierung aufgefordert, die Tür für Flüchtlinge offen zu halten und sich auf die Genfer Flüchtlingskonvention zu stützen
- Er bat darum, Flüchtlingspolitik nicht im Wahlkampf zu nutzen und Diskussionen möglichst faktenbasiert statt extrem emotional zu führen
- Er forderte, sich an der weltweiten Problemlösung durch auch finanzielle Mittel zu beteiligen
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffen ist die Bundesregierung und die deutsche Flüchtlingspolitik; Mark Ankerstein fordert, dass die Bundesregierung die Genfer Flüchtlingskonvention-Basis einhält und Flüchtlingen weiterhin Schutz ermöglicht; keine konkreten Zahlen oder Zeitfristen genannt
- Betroffene Zielgruppe sind Flüchtlinge mit berechtigtem Schutzanspruch sowie die Öffentlichkeit im Kontext von Wahlen; Ankerstein fordert, das Flüchtlingsthema nicht im Wahlkampf extrem emotionalisiert bzw. als Angstthema zu nutzen; keine quantitativen Vorgaben oder Zeiträume genannt
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Bundesregierung soll Tür für Flüchtlinge offen halten, damit die Basis der Genfer Flüchtlingskonvention nicht verlassen wird und Menschen in Deutschland mit Recht Schutz erhalten
- Hintergrund/ Kontext: Deutschland gehört zur Weltgemeinschaft und soll sich an weltweiten Problemlösungen beteiligen, auch mit finanziellen Mitteln; zudem leben hier schon immer Menschen, die nicht in Deutschland geboren wurden
- Auslöser/ Forderungen: Flüchtlingspolitik nicht im Wahlkampf nutzen, sondern faktenbasiert und nicht extrem emotional oder als Angstthema darstellen
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Die Bundesregierung soll die Tür für Flüchtlinge offen halten
- Die Flüchtlingspolitik soll nicht im Wahlkampf genutzt und möglichst faktenbasiert sowie ohne extrem emotionale Angstkommunikation diskutiert werden
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