Heizungsgesetz: IW erwartet steigende Kosten durch Gasheizungen

25. Juli 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft: Heizkosten und Heizungsgesetz in

Berlin () – Durch das neue Heizungsgesetz von Schwarz-Rot könnten sich die jährlichen Heizkosten bis 2040 fast verdoppeln, wenn in bestehenden Wohngebäuden neue Gas- oder Ölheizungen eingebaut werden. Das geht aus einer bisher unveröffentlichten Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, über die die „Rheinische Post“ (Samstagausgabe) berichtet. Der Einbau einer Wärmepumpe dagegen würde das Kostenrisiko in den kommenden Jahren drastisch und spürbar reduzieren.

„Für einen durchschnittlichen Haushalt in einer teilsanierten Altbauwohnung in einem Mehrfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 10.000 Kilowattstunden erhöhen sich die jährlichen Heizkosten im hier berechneten Basisszenario von rund 1.080 Euro im Jahr 2026 auf 1.952 Euro im Jahr 2040“, heißt es in der Studie. Die laufenden Betriebskosten würden sich damit gegenüber dem heutigen Niveau mehr als verdoppeln, wenn der alte Gaskessel durch eine neue Gas- oder Ölheizung ersetzt werden würde.

Würde dagegen eine Wärmepumpe neu eingesetzt, würden die Heizkosten über viele Jahre weitgehend stabil bleiben. Jedes Jahr würden den Berechnungen zufolge mehrere Hundert Euro Heizkosten gespart – in der teilsanierten Altbauwohnung sogar 1.000 Euro oder mehr im Jahr. Die Aufteilung der Kosten zeige deutlich, dass Biomethan ab 2029 der Hauptkostentreiber für die jährliche Heizkostenabrechnung sein werde.

Das Institut sieht das neue Heizungsgesetz insgesamt kritisch. Die Neuregelung vermittele den Eindruck, Gas- oder Ölheizungen könnten bis über das Jahr 2044 hinaus genutzt werden. „Dies steht in einem unmittelbaren Spannungsverhältnis zum gesetzlichen Ziel, spätestens 2045 Klimaneutralität zu erreichen.“

Das neue Heizungsgesetz schaffe neue Unsicherheit. „Haushalte könnten dadurch zu Investitionen verleitet werden, die zwar kurzfristig zulässig erscheinen, sich langfristig jedoch als unwirtschaftlich oder regulatorisch nicht tragfähig erweisen“, warnt das IW.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Gasheizung (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • In der Studie des IW wird für eine teilsanierte Altbauwohnung mit 10.000 Kilowattstunden ein Anstieg der jährlichen Heizkosten von rund 1.080 Euro (2026) auf 1.952 Euro (2040) prognostiziert, falls ein alter Gaskessel durch eine neue Gas- oder Ölheizung ersetzt wird
  • Bei Einsatz einer Wärmepumpe würden die Heizkosten laut Berechnungen über viele Jahre weitgehend stabil bleiben und jährlich mehrere Hundert Euro gespart, in der Beispielwohnung teils etwa 1.000 Euro oder mehr pro Jahr
  • Die Studie nennt Biomethan ab 2029 als Hauptkostentreiber der jährlichen Heizkostenabrechnung und kritisiert das neue Heizungsgesetz wegen des Eindrucks, dass Gas- oder Ölheizungen über 2044 hinaus nutzbar sein könnten, sowie wegen entstehender Investitionsunsicherheit

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind Haushalte in bestehenden Wohngebäuden bzw. teilsanierten Altbauwohnungen mit einem Beispiel-Jahresverbrauch von 10.000 Kilowattstunden; bei Ersatz eines alten Gaskessels durch neue Gas- oder Ölheizung steigen die jährlichen Heizkosten von ca. 1.080 Euro (2026) auf ca. 1.952 Euro (2040) und damit mehr als Verdopplung (Kostenanstieg bis 2040)
  • Betroffen sind zusätzlich Haushalte bei Einbau einer Wärmepumpe; hier bleiben die Heizkosten laut Berechnungen über viele Jahre weitgehend stabil und es werden jedes Jahr mehrere hundert Euro eingespart, in der Beispielwohnung teils 1.000 Euro oder mehr pro Jahr
  • Verläuft in zeitlichen Stufen mit besonders hoher Kostenrelevanz für Biomethan ab 2029; das Gesetz wird als kritisch eingeordnet, weil Gas- oder Ölheizungen laut Eindruck bis über 2044 hinaus nutzbar sein könnten im Widerspruch zum Ziel spätestens 2045 klimaneutral zu sein

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Neues Heizungsgesetz könnte in bestehenden Wohngebäuden den Austausch alter Gaskessel durch neue Gas- oder Ölheizungen bis 2040 antreiben, wodurch die jährlichen Heizkosten im Basisszenario von etwa 1.080 Euro (2026) auf etwa 1.952 Euro (2040) steigen und sich die Betriebskosten mehr als verdoppeln könnten
  • Wärmepumpen würden dagegen laut Studie das Kostenrisiko deutlich senken und die Heizkosten über viele Jahre weitgehend stabil halten; zudem würden jährlich mehrere Hundert Euro, in der teilsanierten Altbauwohnung sogar 1.000 Euro oder mehr, eingespart
  • Unsicherheit entsteht laut IW, weil die Neuregelung den Eindruck vermitteln könnte, dass Gas- oder Ölheizungen länger als bis 2045 Klimaneutralität (rechtliches Ziel) genutzt werden dürften, was Haushalte zu kurzfristig zulässigen, langfristig unwirtschaftlichen oder regulatorisch nicht tragfähigen Investitionen verleiten könnte

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Keine Angabe
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