Dax startet freundlich – SAP gefragt

24. Juli 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft: Dax in Frankfurt

Frankfurt/Main () – Der Dax ist am Freitagmorgen freundlich in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.910 Punkten berechnet, 0,6 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.

„Die Angst vor steigenden Zinsen ist zurück an der Börse, weil die Rohölpreise weiter steigen und die Europäische Zentralbank darauf hinweist, dass sie mit weiteren Preissteigerungen durch die hohen Energiepreise rechnet“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst CMC Markets. „Zusätzlich drückten sehr feste US-Arbeitsmarktdaten auf die Stimmung, da sie der US-Notenbank mehr Spielraum für Zinserhöhungen geben, ohne die US-Konjunktur maßgeblich zu schwächen. Nicht zuletzt sorgten enttäuschte und verkaufende Investoren nach diversen Quartalszahlen für Verluste in den großen Indizes.“

„Die Börsen in Asien nahmen den Staffelstab auf und in , Südkorea und fielen die . Für den Handel in Frankfurt zeichnet sich nach dem gestrigen Rutsch im Dax heute Morgen allerdings eine leichte Beruhigung ab. Die Quartalszahlen von SAP fielen besser aus als erwartet. Der Walldorfer Software-Konzern überzeugt durch Wachstum in seinem wichtigen Cloud-Geschäft.“

„Die Zahlen von Porsche und Volkswagen fallen wie erwartet schwächer aus und lassen die jüngst entstandene Hoffnungsblase im Autosektor wieder platzen. Beide Unternehmen leiden unter der Last hoher Umstrukturierungskosten. Die Anleger hatten auf eine schnellere Erholung im europäischen Autosektor gehofft. Die Gewichtung des Sektors ist im Dax jedoch so gering, dass die Kursverluste von VW, Mercedes-Benz und Co. kaum ins Gewicht fallen. Sie werden vom Plus bei den Indexschwergewichten SAP und Rheinmetall kompensiert.“

„Auch die Quartalszahlen von Intel strahlen positiv auf die europäischen Halbleiterwerte ab. Der US-Konzern konnte mit einem überraschend starken Umsatzzuwachs aufwarten und die Erwartungen übertreffen. Davon könnten heute die Aktien von Infineon, SUSS-Micro und ASML profitieren.“

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„Heute werden die Einkaufsmanagerindizes aus Europa und den USA mit Blick auf die weitere Konjunkturentwicklung in den Wirtschaftsräumen USA und Europa interessant. Zusätzlich schleicht sich das ungeliebte Thema Strafzölle auf die Agenda. US-Präsident Trump hat einen neuen Schritt zur Etablierung von Strafzöllen gegen 60 Länder, unter anderem aus der EU, unternommen. Das könnte erst der Anfang für weitere Maßnahmen in diese Richtung sein. Der Kampf um die 25.000er-Marke im Dax dürfte in den kommenden Tagen weitergehen, wird aber zunehmend schwieriger“, sagte Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1399 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8773 Euro zu haben.

Der Goldpreis zeigte sich kaum verändert, am Morgen wurden für eine Feinunze 4.050 US-Dollar gezahlt (unverändert). Das entspricht einem Preis von 114,22 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 98,70 US-Dollar, das waren 199 Cent oder 2,0 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Frankfurter Börse

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • EZB sieht weitere Preissteigerungen durch hohe Energiepreise voraus, was die „Angst vor steigenden Zinsen“ an der Börse wieder verstärkt
  • US-Präsident Trump hat einen neuen Schritt zur Einführung von Strafzöllen gegen 60 Länder, auch aus der EU, unternommen
  • Dax bei ca. 24.910 Punkten, rund 0,6% über dem Schlussniveau; Quartalszahlen von SAP besser als erwartet, Porsche und Volkswagen wie erwartet schwächer

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind Börsenteilnehmer und Anleger in Deutschland/Europa vor allem durch Stimmungseinfluss auf den Dax (Start mit ca. 24.910 Punkten, +0,6% gegen Schluss) sowie durch Erwartungen zu steigenden Zinsen infolge weiter steigender Rohölpreise und EZB-Hinweise auf weitere Preissteigerungen; zudem belasteten feste US-Arbeitsmarktdaten und enttäuschte/verkaufende Investoren die Stimmung
  • Betroffen sind verschiedene Unternehmenssektoren an der Frankfurter Börse: SAP profitiert (Quartalszahlen besser als erwartet im Cloud-Wachstum), Intel wirkt positiv auf europäische Halbleiterwerte (Infineon, SUSS-Micro, ASML), Porsche und Volkswagen schwächen (wie erwartet schwächer wegen hoher Umstrukturierungskosten) während die geringe Dax-Sektor-Gewichtung die Gesamtwirkung begrenzt
  • Betroffen sind internationale Wirtschaftsräume/Politikthemen: heute werden Einkaufsmanagerindizes aus Europa und den USA erwartet; zudem schleicht sich das Thema Strafzölle ein, da US-Präsident Trump einen neuen Schritt zur Etablierung von Strafzöllen gegen 60 Länder unternommen hat, u. a. aus der EU, was die nächsten Handelstage belastend beeinflussen könnte (Kampf um die 25.000er-Marke im Dax laut Aussage in den kommenden Tagen)

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Angst vor steigenden Zinsen kehrt zurück wegen weiter steigender Rohölpreise und EZB-Hinweis auf weitere Preissteigerungen durch hohe Energiepreise
  • Feste US-Arbeitsmarktdaten erhöhen Zinserhöhungs-Spielraum der US-Notenbank, enttäuschte/verkaufende Investoren nach Quartalszahlen belasten große Indizes
  • Quartalszahlen und Konjunktur-/Politikfaktoren als Auslöser: SAP besser als erwartet, schwächere Erwartungen bei Porsche/Volkswagen wegen hoher Umstrukturierungskosten, Intel positiv für Halbleiter; außerdem Einkaufsmanagerindizes und mögliche neue Strafzölle/Handelskonflikt (Trump-Schritte gegen 60 Länder, u. a. EU) als zusätzlicher Kontext

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

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