Studie: Geringqualifizierte nutzen Weiterbildung selten

21. Juli 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft: Weiterbildungen in

() – Nur 45 Prozent der geringer qualifizierten Beschäftigten in Deutschland nehmen an betrieblichen Weiterbildungen teil. Das ergab eine aktuelle Studie des Ifo-Instituts und der Technischen Universität München (TUM) unter 3.700 Befragten.

Bei höher qualifizierten Beschäftigten war die Beteiligung demnach mit 67 Prozent deutlich höher. „Höherqualifizierte erwarten durch die Teilnahme an Weiterbildungen deutlich mehr Vorteile für Beruf und Karriere, während geringer qualifizierte Beschäftigte die Erträge durch Weiterbildung unterschätzen“, sagte Philipp Lergetporer, Ifo-Forschungsprofessor und Professor für Economics am TUM Campus .

Die Studie untersuchte, welche Vorteile Beschäftigte durch Weiterbildungen erwarteten. Laut Co-Autorin Hanna Brosch, Ökonomin am TUM Campus Heilbronn, erwarteten die Beschäftigten sowohl einen höheren Verdienst nach Weiterbildungsmaßnahmen als auch nicht-monetäre Erträge wie bessere Aufstiegschancen, interessantere Tätigkeiten und ein geringeres Risiko, den Job zu verlieren. Im Durchschnitt erwarteten die Beschäftigten sechs Jahre nach Beginn regelmäßiger Weiterbildung fast neun Prozent mehr Gehalt als ohne Weiterbildung.

Die Studie nutzte Daten einer Online-Befragung von über 3.700 abhängig Beschäftigten zwischen 25 und 55 Jahren. Durch ein Befragungsexperiment konnten die Forscher Maßnahmen zur Erhöhung der Weiterbildungsbereitschaft ableiten. Franziska Pfaehler vom Ifo-Zentrum für Bildungsökonomik sagte, dass Informationen über Erträge die Weiterbildungsabsichten insbesondere von geringer qualifizierten Beschäftigten erhöhten. Kurze, kostengünstige Informations- und Kommunikationsmaßnahmen der Arbeitgeber könnten die Weiterbildungsteilnahme steigern.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bundesagentur für Arbeit (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Nur 45 Prozent der geringer qualifizierten Beschäftigten in Deutschland nehmen an betrieblichen Weiterbildungen teil (Studie: Ifo-Institut und TUM, 3.700 Befragte)
  • Bei höher qualifizierten Beschäftigten liegt die Beteiligung bei 67 Prozent
  • Arbeitgeber sollen laut Studie vor allem durch kurze, kostengünstige Informations- und Kommunikationsmaßnahmen die Weiterbildungsteilnahme erhöhen, insbesondere durch Informationen über die zu erwartenden Erträge

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Gering qualifizierte Beschäftigte in Deutschland: 45 Prozent nehmen an betrieblichen Weiterbildungen teil; Studie mit 3.700 Befragten (25 bis 55 Jahre) mit Fokus auf fehlende/geringe erwartete Erträge und Beruf-/Karrierevorteile
  • Höher qualifizierte Beschäftigte in Deutschland: 67 Prozent nehmen an betrieblichen Weiterbildungen teil; durchschnittliche erwartete Gehaltszunahme nach regelmäßiger Weiterbildung etwa 9 Prozent nach sechs Jahren
  • Arbeitgeber-Ansprache in Deutschland: Informations- und Kommunikationsmaßnahmen sollen Weiterbildungsabsichten insbesondere bei geringer qualifizierten Beschäftigten erhöhen (keine konkreten Zahlen/Fristen genannt)

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Nur 45 Prozent der geringer qualifizierten Beschäftigten nehmen an betrieblichen Weiterbildungen teil; Hintergrund ist, dass sie den Nutzen bzw. die Erträge von Weiterbildung unterschätzen
  • Höherqualifizierte erwarten mehr Vorteile durch Weiterbildung (höheres Einkommen sowie nicht-monetäre Effekte wie bessere Aufstiegschancen, interessantere Tätigkeiten und geringeres Jobverlust-Risiko)
  • Informationen der Arbeitgeber über die Erträge von Weiterbildung erhöhen laut Studie insbesondere die Weiterbildungsabsichten geringer Qualifizierter; kurze, kostengünstige Informations- und Kommunikationsmaßnahmen gelten als Auslöser für mehr Teilnahme

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

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