AfD: NRW-Vize will Rücktritt von Bundesvorstandsmitgliedern

17. Juli 2026

Nordrhein-Westfalen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik: AfD in NRW unter Druck

() – Der stellvertretende nordrhein-westfälische AfD-Landeschef Kay Gottschalk hat mehrere Mitglieder des AfD-Bundesvorstands zum Rücktritt aufgefordert.

„Ich fordere den sofortigen Rücktritt von Sven Trischler und Maximilian Kneller aus dem Bundesvorstand“, sagte Gottschalk der „Welt“. „Alice Weidel muss in ihrem Laden dringend aufräumen und über ihre Personalauswahl nachdenken.“

Dem Landesverband sei durch die Parteitagsblockade am vergangenen Wochenende ein erheblicher Vermögensschaden entstanden, der bei den Gruppenmitgliedern geltend gemacht werden müsse.

Am vergangenen Wochenende war der Parteitag durch Massenkandidaturen aus dem Lager des Bundestagsabgeordneten Matthias Helferich blockiert worden. Wie die „Welt“ berichtet, soll über eine Chatgruppe mit dem Titel „Operation Filibuster“ aus dem Helferich-Lager die Blockade des Parteitags geplant worden sein.

Die Gruppe soll Vize-Bundeschef und Weidel-Vertrauten Sven Tritschler gegründet worden. Auch mehrere Mitarbeiter des Bundesvorstandsmitglieds Maximilian Kneller seien Teil der Gruppe, hieß es.

Der nordrhein-westfälische Vize-Landeschef Kay Gottschalk hatte die Parteispitze um Alice Weidel und Tino Chrupalla in einem Brief, über den die „Welt“ berichtet, zum Handeln aufgefordert.

„Sie – und nur Sie als Bundesvorstandsmitglieder – können gegen die aus Ihrer Mitte heraus betriebene Aktion einschreiten“, heißt es darin. Wer in dieser Lage untätig bleibe, verletze seine Einschreitenspflicht nicht mehr fahrlässig, sondern nehme den weiteren Vermögensschaden des Landesverbandes NRW billigend in Kauf und handle damit mit bedingtem Vorsatz.

Siehe auch:  Unzufriedenheit mit Demokratie im Osten größer als im Westen

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Kay Gottschalk (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Kay Gottschalk fordert den sofortigen Rücktritt von Sven Trischler und Maximilian Kneller aus dem AfD-Bundesvorstand
  • Gottschalk fordert Alice Weidel auf, personelle Entscheidungen zu überdenken und „aufzuräumen“ wegen der von ihm kritisierten Parteitagsblockade
  • Der Parteitag wurde laut Bericht durch Massenkandidaturen aus dem Helferich-Lager blockiert, die über die Chatgruppe „Operation Filibuster“ geplant worden sein sollen

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind mehrere Mitglieder des AfD-Bundesvorstands, namentlich Sven Trischler und Maximilian Kneller, die zum sofortigen Rücktritt aufgefordert werden, sowie mittelbar Alice Weidel und Tino Chrupalla über die Aufforderung zum Handeln
  • Region/Zielgruppe sind der AfD-Landesverband Nordrhein-Westfalen und dessen Gruppenmitglieder; begründet wird dies mit einem erheblichen Vermögensschaden, der nach dem Parteitag vergangenes Wochenende bei Gruppenmitgliedern geltend gemacht werden müsse
  • Anlass sind die Blockade des Parteitags am vergangenen Wochenende durch Massenkandidaturen aus dem Lager von Matthias Helferich, angeblich geplant über eine Chatgruppe mit dem Titel „Operation Filibuster“

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Gottschalk fordert den Rücktritt von Sven Trischler und Maximilian Kneller sowie macht Alice Weidel für die Personalentscheidungen verantwortlich
  • Vermögensschaden des NRW-Landesverbands durch eine Parteitagsblockade am vergangenen Wochenende, den geltend gemacht werden soll
  • Blockade wurde laut Bericht aus dem Lager von Matthias Helferich über die Chatgruppe „Operation Filibuster“ geplant und soll u.a. Tritschler und Mitarbeiter von Kneller einbezogen haben

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Kay Gottschalk fordert den sofortigen Rücktritt von Sven Trischler und Maximilian Kneller aus dem AfD-Bundesvorstand
  • Alice Weidel soll nach Auffassung von Gottschalk ihre Personalauswahl überdenken und „auf Aufräumen“ innerhalb der Parteiführung drängen
  • Die AfD-Bundesvorstände sollen gegen die aus ihrer Mitte heraus betriebene Aktion einschreiten, um weitere Vermögensschäden zu verhindern
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH