Algerien: Eltern von inhaftiertem Journalisten bitten Merz um Hilfe
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Politik & Bundesregierung in Berlin
Berlin () – Die Eltern des in Algerien inhaftierten französischen Sportjournalisten Christophe Gleizes hoffen auf Unterstützung aus Deutschland. In einem Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bitten Sylvie und Francis Godard darum, den Fall bei den Gesprächen mit Algeriens Präsident Abdelmadjid Tebboune an diesem Donnerstag in Berlin anzusprechen, berichtet die „Bild“.
„Wir bitten Sie mit der ganzen Kraft einer Familie, die verzweifelt darauf wartet, ihren Sohn und Enkel wieder in die Arme schließen zu können, das Schicksal von Christophe Gleizes bei Ihren Gesprächen mit Präsident Abdelmadjid Tebboune anzusprechen“, schreiben die Eltern in ihrem Appell. Ein solcher Schritt könne „entscheidend dazu beitragen, eine humanitäre und von Gnade geprägte Lösung zu ermöglichen, auf die wir seit mehr als zwei Jahren warten, damit Christophe zu seiner Familie und zu seiner journalistischen Tätigkeit zurückkehren kann“.
Sie hätten stets „Respekt gegenüber Algerien zum Ausdruck gebracht“. Seit März verzichteten sie nach eigenen Angaben auf weitere juristische Schritte, um eine Begnadigung durch Tebboune zu ermöglichen. Doch „seitdem sehen wir uns mit einem vollständigen Schweigen der algerischen Behörden hinsichtlich des Schicksals von Christophe konfrontiert“.
Gleizes war im Mai 2024 in Algerien festgenommen worden. Er hatte in der Kabylei zum lokalen Fußballverein Jeunesse Sportive de Kabylie (JSK) recherchiert und wurde daraufhin festgenommen. Ein Gericht verurteilte ihn wegen angeblicher „Verherrlichung von Terrorismus“ zu sieben Jahren Haft. Seine Familie und sein Anwalt weisen die Vorwürfe zurück und sehen politische Motive.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Friedrich Merz am 15.07.2026 |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Eltern des in Algerien inhaftierten französischen Sportjournalisten Christophe Gleizes fordern in einem Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, den Fall bei Gesprächen mit Algeriens Präsident Abdelmadjid Tebboune am Donnerstag in Berlin anzusprechen
- Seit März verzichten die Eltern eigenen Angaben zufolge auf weitere juristische Schritte, um eine Begnadigung durch Tebboune zu ermöglichen, und beklagen seitdem vollständiges Schweigen der algerischen Behörden zum Schicksal von Christophe Gleizes
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffen sind die Eltern Sylvie und Francis Godard sowie der in Algerien inhaftierte französische Sportjournalist Christophe Gleizes; Ziel ist Unterstützung aus Deutschland für Gespräche von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit Algeriens Präsident Abdelmadjid Tebboune; Zeitraum seit mehr als zwei Jahren ohne Lösung, Beginn der Inhaftierung Mai 2024
- Region/Betroffenheit umfasst Algerien (Inhaftierung, Verfahren) und konkret die Kabylei sowie den Ort der Recherche bei Jeunesse Sportive de Kabylie (JSK); rechtlicher Rahmen: Verurteilung wegen angeblicher „Verherrlichung von Terrorismus“ zu sieben Jahren Haft (festgenommen Mai 2024, Verurteilung durch ein Gericht)
- Frist/Zeitpunkt: Antrag, das Thema bei den Gesprächen mit Tebboune am Donnerstag in Berlin anzusprechen; Seit März keine weiteren juristischen Schritte mehr, stattdessen Begnadigung angestrebt und seitdem „vollständiges Schweigen“ der algerischen Behörden
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Eltern eines im Mai 2024 in Algerien festgenommenen französischen Sportjournalisten Christophe Gleizes bitten Deutschland, den Fall bei Gesprächen von Bundeskanzler Friedrich Merz mit Algeriens Präsident Abdelmadjid Tebboune in Berlin anzusprechen; Hintergrund ist eine seit mehr als zwei Jahren erwartete humanitäre Lösung und mögliche Begnadigung
- Als Kontext werden die Festnahme nach Recherche zum lokalen Fußballverein Jeunesse Sportive de Kabylie (JSK), eine Verurteilung wegen angeblicher „Verherrlichung von Terrorismus“ zu sieben Jahren Haft sowie die Zurückweisung der Vorwürfe durch Familie und Anwalt genannt
- Auslöser/aktuelle Situation ist seit März der Verzicht auf weitere juristische Schritte zur Ermöglichung einer Begnadigung, begleitet von „vollständigem Schweigen“ der algerischen Behörden zum Schicksal des Inhaftierten
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Eltern bitten Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier darum, den Fall Christophe Gleizes bei Gesprächen mit Algeriens Präsident Abdelmadjid Tebboune am Donnerstag in Berlin anzusprechen
- Ziel ist eine humanitäre, durch Gnade geprägte Lösung durch eine Begnadigung von Christophe Gleizes durch Tebboune
- Nach Angaben der Eltern verzichten sie seit März auf weitere juristische Schritte, um die Begnadigung zu ermöglichen
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