Dax startet im Minus – US-Inflationsdaten erwartet

14. Juli 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft: DAX-Börse in Frankfurt

Frankfurt/Main () – Der Dax ist am Dienstag mit Verlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.995 Punkten berechnet, 0,5 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Brenntag, BASF und Mercedes-Benz, am Ende Scout24, Adidas und Henkel.

„Steigende Energiepreise und Rückschritte im Friedensprozess zwischen dem und den USA bringen Zins- und Inflationssorgen zurück“, sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Die jüngste Serie gegenseitiger Angriffe zwischen den USA und dem Iran dämpfe die Hoffnung, dass der Friedensprozess schnell wieder in normale Bahnen gelenkt werden könne. „Zu wachsenden geopolitischen Risiken gesellen sich wachsende Sorgen, ob die gigantischen Summen, die in KI investiert werden, auch die erhoffte Rendite bringen werden.“

„Der Dax schafft es nur mit Ach und Krach, die 25.000-Punkte-Marke zu verteidigen“, fügte Stanzl hinzu. „Ein Rutsch unter diese runde Marke könnte die Korrektur im Dax noch einmal beschleunigen. Bis jetzt sehen wir jedoch eher eine geordnete Korrektur statt einer großen Verkaufswelle, da die Anleger die Wechselhaftigkeit des Irankonflikts kennen und auch eine plötzliche Wiederaufnahme der Gespräche nicht für ausgeschlossen halten – trotz der gegenseitigen Angriffe.“

Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen am Nachmittag die Inflationsdaten aus den USA. „Gerade erst gestern gab es Signale aus der amerikanischen Notenbank, dass eine Zinsanhebung notwendig sein könnte, um die latenten Inflationsrisiken einzudämmen. Es gibt kaum Anleger, die eine weitere Zinsanhebung der amerikanischen Notenbank für vollkommen unmöglich erachten“, so Stanzl. Die Chance auf eine Zinsanhebung durch die US-Notenbank noch in diesem Monat stehe bei 50-50.

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Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1393 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8777 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 85,47 US-Dollar; das waren 2,6 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Frankfurter Börse

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Dax startet am Dienstag bei rund 24.995 Punkten, etwa 0,5 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag
  • Anleger erwarten am Nachmittag Inflationsdaten aus den USA; die Wahrscheinlichkeit weiterer US-Zinsanhebung in diesem Monat wird auf 50-50 geschätzt
  • Euro handelt bei 1,1393 US-Dollar; Brent steigt auf 85,47 US-Dollar je Fass, plus 2,6 Prozent gegenüber dem Schluss des Vortagshandels

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Anleger/Finanzmärkte in Deutschland (Dax): Start mit -0,5% auf ca. 24.995 Punkte um 9:30 Uhr; mögliche beschleunigte Korrektur bei Rutsch unter 25.000-Punkte-Marke
  • US-/Iran-Konflikt und Inflationsdaten USA: Einfluss auf Zins- und Inflationssorgen; Wahrscheinlichkeit für US-Zinsanhebung noch in diesem Monat 50-50
  • Geld-/Rohstoffmärkte in Europa/USA: Euro 1,1393 US-Dollar (Vormittag), Brent 85,47 US-Dollar/Fass (+2,6%) gegen 9 Uhr deutscher Zeit

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Steigende Energiepreise sowie Rückschritte im Friedensprozess zwischen Iran und USA führen zu Zins- und Inflationssorgen und erhöhen geopolitische Risiken
  • Folge der wieder aufflammenden gegenseitigen Angriffe zwischen USA und Iran: Anleger dämpfen Hoffnungen auf schnelle Normalisierung, was die Marktstimmung belastet und eine mögliche beschleunigte Korrektur bei Unterschreiten der 25.000-Punkte-Marke begünstigt
  • Erwartung weiterer US-Inflationsdaten am Nachmittag und Signale der US-Notenbank, dass eine Zinsanhebung nötig sein könnte; Chance auf eine Zinsanhebung noch im laufenden Monat wird mit 50-50 bewertet

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

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