Großhandelspreise im Juni gestiegen

14. Juli 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft: Großhandelspreise in

() – Die Verkaufspreise im deutschen Großhandel sind im Juni 2026 um 4,9 Prozent höher gewesen als im Juni 2025. Im Mai hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei +5,9 Prozent gelegen, im April 2026 bei +6,3 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mit.

Ausschlaggebend für den Preisanstieg im Juni 2026 waren die Kriegshandlungen im und im Nahen Osten, in deren Folge sich insbesondere die Großhandelspreise für Energieprodukte und Rohstoffe erhöhten. Gegenüber Mai 2026 fielen die Großhandelspreise hingegen um 0,7 Prozent.

Hauptursächlich für den Anstieg der Großhandelspreise insgesamt gegenüber dem Vorjahresmonat war im Juni 2026 der Preisanstieg bei Mineralölerzeugnissen. Die Preise lagen hier im Durchschnitt 21,7 Prozent über denen von Juni 2025. Gegenüber dem Vormonat Mai 2026 fielen sie um 6,8 Prozent.

Ebenfalls bedeutend für die Entwicklung im Vorjahresvergleich war der Preisanstieg im Großhandel mit Nicht-Eisen-Erzen, -Metallen und -Metallhalbzeug (+31,0 Prozent gegenüber Juni 2025, aber -2,7 Prozent gegenüber Mai 2026). Zudem stiegen unter anderem die Preise im Großhandel für chemische Erzeugnisse gegenüber Juni 2025 um 14,9 Prozent (+0,5 Prozent gegenüber Mai 2026). Eisen, Stahl und Halbzeug daraus waren auf Großhandelsebene 8,2 Prozent teurer als im Vorjahresmonat (+0,5 Prozent gegenüber Mai 2026).

Preisrückgänge im Juni 2026 gab es dagegen insbesondere im Großhandel mit lebenden Tieren (-16,0 Prozent gegenüber Juni 2025 und -3,9 Prozent gegenüber Mai 2026). Niedrigere Preise als im Vorjahresmonat wurden auf Großhandelsebene im Schnitt auch bei Kaffee, Tee, Kakao und Gewürzen (-10,0 Prozent gegenüber Juni 2025 und -3,7 Prozent gegenüber Mai 2026) sowie bei Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und Nahrungsfetten (-8,5 Prozent gegenüber Juni 2025 und -0,8 Prozent gegenüber Mai 2026) bezahlt.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Stahlproduktion (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Großhandelspreise in Deutschland stiegen im Juni 2026 um 4,9 Prozent gegenüber Juni 2025 (Mai 2026: +5,9 Prozent; April 2026: +6,3 Prozent)
  • Preistreiber im Juni 2026 waren vor allem gestiegene Preise für Energieprodukte und Rohstoffe infolge der Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten
  • Mineralölerzeugnisse stiegen im Juni 2026 um 21,7 Prozent gegenüber Juni 2025; zugleich gab es Preisrückgänge u a bei lebenden Tieren (-16,0 Prozent), Kaffee/Tee/Kakao/Gewürzen (-10,0 Prozent) sowie Milch/Milcherzeugnissen/Eiern/Speiseölen/Nahrungsfetten (-8,5 Prozent)

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind deutsche Großhandelspreise; im Juni 2026 lagen sie +4,9% über Juni 2025 (Mai: +5,9%, April: +6,3%), gegenüber Mai 2026 insgesamt -0,7%
  • Haupttreiber im Juni 2026 waren Kriegshandlungen im Iran und Nahen Osten, mit Preiserhöhungen v. a. bei Energieprodukten und Rohstoffen; stärkste Einzelwerte: Mineralölerzeugnisse +21,7% vs Juni 2025, Nicht-Eisen-Erze/-Metalle/-Halbzeug +31,0% vs Juni 2025, chemische Erzeugnisse +14,9% vs Juni 2025
  • Preissenkungen im Juni 2026 v. a. bei lebenden Tieren -16,0% vs Juni 2025 (-3,9% vs Mai 2026), Kaffee/Tee/Kakao/Gewürze -10,0% vs Juni 2025 (-3,7% vs Mai 2026) sowie Milch/Milcherzeugnisse/Eier/Speiseöle/Nahrungsfette -8,5% vs Juni 2025 (-0,8% vs Mai 2026)

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Gründe/Hintergründe/Auslöser: Preisanstieg im deutschen Großhandel im Juni 2026 um 4,9 Prozent gegenüber Juni 2025; Ausschlaggebend waren Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten, wodurch Großhandelspreise für Energieprodukte und Rohstoffe stiegen
  • Haupttreiber im Vorjahresvergleich: deutlicher Preisanstieg bei Mineralölerzeugnissen (+21,7 Prozent), sowie bei Nicht-Eisen-Erzen/-Metallen/-Metallhalbzeug (+31,0 Prozent) und Eisen/Stahl/Halbzeug (+8,2 Prozent)
  • Kontext: im Vergleich zu Mai 2026 fielen die Großhandelspreise insgesamt um 0,7 Prozent; Rückgänge gab es u. a. bei lebenden Tieren (-16,0 Prozent ggü. Juni 2025) sowie bei Kaffee/Tee/Kakao/Gewürzen (-10,0 Prozent) und Milch/Milcherzeugnissen/Eiern/Speiseölen/Nahrungsfetten (-8,5 Prozent)

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