Caritas fordert Neuaufstellung des Katastrophenschutzes

14. Juli 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaft: Warn- und Katastrophenschutz in

() – Fünf Jahre nach der Fluttragödie im Ahrtal fordert die Caritas von der Bundesregierung eine Neuaufstellung des Bevölkerungsschutzes.

Deutschland sei auf einem guten Weg, es könne und müsse aber noch viel besser werden, sagte der für die Katastrophenhilfe zuständige Caritas-Vorstand Oliver Müller dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Technische Warnsysteme etwa seien wichtig. „Aber eine Warn-App hilft nur begrenzt, wenn Menschen nicht wissen, was sie danach tun sollen“, sagte Müller. Gleichzeitig mahnte er zur Vorsicht. Es gebe „viele weitere Orte in Deutschland, die vielleicht noch nicht wissen, dass sich auch dort eine Flut ereignen kann. Das ist die große Herausforderung, vor der wir stehen.“

Insgesamt sei Deutschland wirksamer auf Großlagen dieser Art vorbereitet, analysierte der Experte. „Es gibt bessere Absicherungen und man hat natürlich eine wesentlich höhere Sensibilität dafür“, sagte Müller. Es bestehe aber Nachholbedarf. „Aus der Erfahrung der Caritas muss Katastrophenschutz sozialräumlicher gedacht werden“, sagte er. Dazu gehöre unter anderem die Frage, wie lange sich Pflegeheime, Kitas oder Schulen selbst versorgen könnten.

Informationsketten müssten funktionieren, „indem die Beteiligten der Hilfsstrukturen bereits vor einer Katastrophe miteinander sprechen“, forderte Müller. Katastrophenschutz werde vor allem unter technischen Aspekten betrachtet, die Wohlfahrtsverbände würden zusätzlich eine wichtige soziale Komponente einbringen. Diese gelte es zu nutzen, da die staatlichen Hilfsorganisationen allein an ihre Grenzen kämen.

Siehe auch:  Wetterbericht für Sachsen (25.11.2025)
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Sandsäcke zum Hochwasserschutz (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Caritas fordert eine Neuaufstellung des Bevölkerungsschutzes fünf Jahre nach der Flut im Ahrtal durch mehr soziale und sozialräumliche Ausrichtung des Katastrophenschutzes
  • Caritas warnt, dass Warn-Apps nur begrenzt helfen, wenn Menschen nicht wissen, was sie danach tun sollen, und fordert besseren Umgang mit Informations- und Handlungswissen
  • Caritas fordert funktionierende Informationsketten durch frühzeitigen Austausch der Hilfsstrukturen vor einer Katastrophe sowie Planung dazu, wie lange Pflegeheime, Kitas oder Schulen sich selbst versorgen können

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Zielgruppe Bevölkerungsschutz/Bevölkerung in Deutschland, insbesondere Orte mit Flutrisiko sowie Einrichtungen wie Pflegeheime, Kitas und Schulen; Regionen nicht weiter konkretisiert, aber bundesweit als Nachholbedarf beschrieben; Zeitraum als Bezug „fünf Jahre nach der Fluttragödie im Ahrtal“
  • Betroffene Bereiche Warnung und Informationsketten: technische Warnsysteme und Warn-Apps (Warn-App nur begrenzt, wenn Handlungsanweisungen fehlen) sowie Notwendigkeit funktionierender Abstimmung der Hilfsstrukturen vor einer Katastrophe; keine konkreten Zahlen oder Fristen genannt
  • Betroffene Akteure staatliche Hilfsorganisationen und Wohlfahrtsverbände/Caritas; Caritas fordert Neuaufstellung des Bevölkerungsschutzes und stärker sozialräumlich ausgerichteten Katastrophenschutz (wie lange Einrichtungen sich selbst versorgen können)

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Fünf Jahre nach der Flut im Ahrtal fordert die Caritas eine Neuaufstellung des Bevölkerungsschutzes, weil trotz Verbesserungen bei Großlagen noch Nachholbedarf bei Vorsorge und Schutzkonzepten besteht
  • Hintergrund ist, dass technische Warnsysteme zwar wichtig sind, eine Warn-App aber nur begrenzt hilft, wenn Menschen nicht wissen, was sie nach einer Warnung konkret tun sollen
  • Auslöser und Kontext sind die Erfahrungen aus der Ahrtal-Katastrophe und die Annahme, dass es in Deutschland weitere Orte gibt, die bislang nicht genügend auf mögliche Flutereignisse vorbereitet sind, weshalb Informationsketten und sozialräumlicher Katastrophenschutz (z.B. Versorgung von Pflegeheimen, Kitas, Schulen) gestärkt werden sollen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Keine Angabe
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