SPD-Politiker für mögliche EU-Sanktionen gegen Israel
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Politik: EU-Sanktionen in Brüssel
Berlin () – Vor den Beratungen der EU-Außenminister an diesem Montag in Brüssel hat sich SPD-Außenpolitiker Adis Ahmetovic für mögliche Sanktionen gegen Israel ausgesprochen.
„Deutschland muss den Weg frei machen für eine geeinte europäische Haltung“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Keiner erwartet vom Außenminister Wadephul, erste Geige in Fragen von Nahost in Brüssel zu spielen, aber bei so offensichtlichen völkerrechtlichen Verstößen durch Netanjahu und seine Regierung, kann die deutsche Position nicht das Veto sein.“ Maßstab der deutschen Außenpolitik müssten vielmehr „Recht und Regeln“ sein.
Die Außenminister der Europäischen Union kommen an diesem Montag in Brüssel zusammen. Zu ihren Themen werden neben der Lage im Nahen Osten und in der Ukraine auch mögliche EU-Sanktionen wegen des fortgesetzten israelischen Siedlungsausbaus im Westjordanland gehören. Deutschland hatte solche Forderungen bislang stets strikt abgelehnt. Mehr als 20 EU-Staaten stimmen dagegen einem Einfuhrverbot für Produkte aus illegalen israelischen Siedlungen zu.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Fahnen von EU, Israel und Deutschland (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- SPD-Außenpolitiker Adis Ahmetovic fordert mögliche Sanktionen gegen Israel und kritisiert, dass die deutsche Position bei völkerrechtlichen Verstößen kein Veto sein dürfe
- Ahmetovic nennt als Maßstab deutscher Außenpolitik „Recht und Regeln“
- EU-Außenminister beraten am Montag in Brüssel auch über mögliche EU-Sanktionen wegen fortgesetztem israelischem Siedlungsausbau; Deutschland lehnt solche Forderungen bislang strikt ab, während mehr als 20 EU-Staaten einem Einfuhrverbot für Produkte aus illegalen israelischen Siedlungen zustimmen
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- SPD-Außenpolitiker Adis Ahmetovic fordert vor den EU-Außenministerberatungen Sanktionen gegen Israel wegen völkerrechtlicher Verstöße, keine konkreten Zahlen/Fristen genannt, betrifft Deutschland/EU-Nahost-Politik
- EU-Außenministertreffen in Brüssel am Montag behandelt mögliche EU-Sanktionen wegen fortgesetztem israelischen Siedlungsausbau im Westjordanland; mehr als 20 EU-Staaten sollen einem Einfuhrverbot für Produkte aus illegalen israelischen Siedlungen zustimmen, Deutschland bisher dagegen
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- EU-Außenminister beraten in Brüssel u.a. über mögliche Sanktionen wegen fortgesetztem israelischem Siedlungsausbau im Westjordanland; Deutschland hatte solche Sanktionen bislang abgelehnt und es gibt breite EU-Unterstützung für ein Einfuhrverbot
- Hintergrund sind laut Ahmetovic „offensichtliche völkerrechtliche Verstöße“ durch Netanjahu und seine Regierung, wobei Deutschland nicht mit einem Veto einer geeinten EU-Haltung im Weg stehen soll
- Auslöser ist die laufende Debatte vor den EU-Beratungen am Montag sowie die Abstimmungslage in der EU (mehr als 20 Staaten stimmen einem Einfuhrverbot zu)
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- SPD-Außenpolitiker Adis Ahmetovic fordert, dass Deutschland den Weg für eine geeinte europäische Haltung freimacht und bei möglichen EU-Sanktionen gegen Israel keine Sperrposition einnimmt
- Die EU-Außenminister beraten in Brüssel über mögliche EU-Sanktionen, insbesondere wegen des fortgesetzten israelischen Siedlungsausbaus im Westjordanland
- Mehr als 20 EU-Staaten unterstützen bereits ein Einfuhrverbot für Produkte aus illegalen israelischen Siedlungen
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