Linke fordert kostenlosen Schwimmunterricht für jedes Kind

12. Juli 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Panorama: Schwimmbäder und Hitzeschutz in

() – Nachdem im Juni dieses Jahres so viele Menschen ertrunken sind wie seit über 20 Jahren nicht mehr, fordert Linken-Chef Luigi Pantisano eine bessere Unterstützung der Bundesregierung für die Kommunen.

Pantisano sagte der „Rheinischen Post“, die Bundesregierung müsse endlich dafür sorgen, dass die Städte und Gemeinden auf immer heißere Sommer vorbereitet seien. Dazu gehörten eine verlässliche Finanzierung der Kommunen, mehr Schwimmbäder, sichere Badestellen, Schatten- und Trinkwasserangebote sowie kostenloser Schwimmunterricht für jedes Kind. Stattdessen würden Schwimmbäder geschlossen, Kommunen kaputtgespart und öffentliche Infrastruktur dem Verfall überlassen. Hitzewellen seien die neue Normalität: „Wer davor die Augen verschließt und weiter an der öffentlichen Daseinsvorsorge spart, setzt willkürlich weitere Menschenleben aufs Spiel“, so Pantisano.

Die sportpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Bettina Lugk, zeigte sich angesichts der hohen Zahlen von Badetoten alarmiert. Sie sagte der Zeitung, die Zahlen zeigten einmal mehr, wie dringlich es sei, sicher schwimmen zu können. Es brauche Übung und Erfahrung und dafür genügend Schwimmkurse, die von ausgebildeten Fachkräften geleitet werden. Dabei seien Schwimmhallen und Freibäder unersetzliche Lernorte.

Der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen, Janosch Dahmen, forderte Ertrinkungsprävention als festen Bestandteil kommunaler Hitzeaktionspläne. Dazu gehörten bessere Warnhinweise an Seen und Flüssen, mehr qualifizierte Wasseraufsicht an stark frequentierten Badestellen, eine Stärkung der Schwimmfähigkeiten von Kindern und Jugendlichen sowie gezielte Aufklärung gerade junger Männer.

Alexander Throm (CDU), innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, hofft auf eine bessere Sensibilisierung durch die Bilanz. Viele der Unfälle hätten vermieden werden können. Das Thema verdiene mehr Sensibilität und leider sollten auch solche Statistiken durch hohe Verbreitung abschreckend wirken.

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Nach einer Bilanz der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sind im Juni mindestens 99 Menschen ertrunken. Das sind so viele wie seit über 20 Jahren nicht mehr. Ein Großteil der Verunglückten waren Männer, viele unter 30 Jahre alt.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Schwimmbad (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Luigi Pantisano (Linke) fordert eine bessere Unterstützung der Bundesregierung für Kommunen, insbesondere verlässliche Finanzierung, mehr Schwimmbäder, sichere Badestellen, Schatten- und Trinkwasserangebote sowie kostenloser Schwimmunterricht für jedes Kind
  • Bettina Lugk (SPD) fordert mehr und von Fachkräften geleitete Schwimmkurse als Voraussetzung für sicheres Schwimmen; Schwimmhallen und Freibäder seien dafür unersetzliche Lernorte
  • Janosch Dahmen (Grüne) will Ertrinkungsprävention als festen Bestandteil kommunaler Hitzeaktionspläne, darunter Warnhinweise an Gewässern, mehr qualifizierte Wasseraufsicht sowie gezielte Aufklärung und Stärkung der Schwimmfähigkeiten von Kindern und Jugendlichen

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind Kommunen/Städte und Gemeinden in ganz Deutschland; Forderungen an die Bundesregierung zu verlässlicher Kommunalfinanzierung, mehr Schwimmbädern, sicheren Badestellen sowie Schatten- und Trinkwasserangeboten und kostenloser Schwimmunterricht; Hintergrund sind im Juni dieses Jahres mindestens 99 Ertrunkene (so viele wie seit über 20 Jahren nicht mehr) als Ziel-/Begründungsrahmen
  • Zielgruppen sind Kinder/Jugendliche sowie junge Männer; gefordert werden kostenloser Schwimmunterricht für jedes Kind, genügend Schwimmkurse durch ausgebildete Fachkräfte und eine Stärkung der Schwimmfähigkeiten; zusätzlich gezielte Aufklärung gerade junger Männer
  • Risikogruppen sind überwiegend Männer, viele davon unter 30 Jahre; Kontext ist eine Zunahme durch Hitze und Hitzewellen als „neue Normalität“, außerdem sollen Hitzeaktionspläne/Ertrinkungsprävention inkl. bessere Warnhinweise an Seen und Flüssen sowie qualifizierte Wasseraufsicht an stark frequentierten Badestellen etabliert werden

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Im Juni ertranken mindestens 99 Menschen, damit so viele wie seit über 20 Jahren nicht mehr; viele Opfer waren Männer und häufig unter 30 Jahren, teils infolge unzureichender Ertrinkungsprävention und fehlender sicherer Rahmenbedingungen
  • Ursache/Hintergrund: zu wenige und geschlossene Schwimmbäder sowie kaputtgesparte Kommunen und vernachlässigte öffentliche Infrastruktur bei gleichzeitig immer heißeren Sommern und Hitzewellen
  • Auslöser/Kontext: hohe Badetoten führen zu politischen Forderungen nach besserer kommunaler Unterstützung, sicheren Badestellen mit Schatten- und Trinkwasserangeboten, kostenlosen Schwimmkursen und stärkerer Wasseraufsicht sowie Warnhinweisen und Aufklärung als festen Bestandteil kommunaler Hitzeaktionspläne

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Die Bundesregierung soll Städte und Gemeinden verlässlich finanziell unterstützen, damit sie auf immer heißere Sommer vorbereitet sind
  • Kommunen sollen mehr Schwimmbäder sowie sichere Badestellen schaffen, inklusive Schatten- und Trinkwasserangeboten
  • Schwimmunterricht und Ertrinkungsprävention sollen ausgebaut werden, etwa durch kostenlose Schwimmkurse für jedes Kind sowie Warnhinweise und qualifizierte Wasseraufsicht an stark frequentierten Badestellen
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