Chrupalla hält sich bei möglicher Zusammenarbeit mit BSW bedeckt

12. Juli 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik in -Anhalt und

() – AfD-Chef Tino Chrupalla hält sich mit Blick auf eine mögliche Zusammenarbeit seiner Partei mit dem BSW nach den Landtagswahlen im Herbst bedeckt. Das BSW hatte sich zuvor in einem Brief an die AfD-Spitze gewandt und dort die Ablehnung der sogenannten Brandmauer deutlich gemacht.

Wenn jemand mit der AfD reden wolle, dann setze man sich mit denjenigen an den Tisch, sagte Chrupalla im Deutschlandfunk. „Aber wir warten jetzt erst mal die Landtagswahl auch in ab. Wie am Ende das Ergebnis aussieht, ob das BSW überhaupt in den Landtag einzieht, ob die SPD einzieht, wie die Mehrheitsverhältnisse aussehen.“ Am Ende müsse sich auch das BSW erst mal selbst ehrlich machen. „Also da redet zum Beispiel das BSW in Mecklenburg-Vorpommern anders als zum Beispiel das BSW in Thüringen“, sagte der AfD-Chef.

„Ich sehe da noch überhaupt keine Einheitlichkeit“, fügte er hinzu. „Und ich hätte mir gewünscht, bevor man überhaupt so einen Brief auch in die Öffentlichkeit wohlgemerkt gibt, dass man das vielleicht erst mal intern an die AfD-Vorsitzenden schickt und vielleicht ein Gespräch führt, bevor man das über die Öffentlichkeit macht.“ Letztendlich hoffe die AfD, dass sie in Mecklenburg-Vorpommern oder in Sachsen-Anhalt die absolute Mehrheit gewinne und keinen Koalitionspartner brauche, so Chrupalla.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Tino Chrupalla am 07.07.2026

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Tino Chrupalla hält sich zur möglichen Zusammenarbeit der AfD mit dem BSW nach den Landtagswahlen im Herbst bedeckt und wartet laut eigener Aussage zunächst die Ergebnisse in Sachsen-Anhalt ab
  • Chrupalla sagte, erst nach der Landtagswahl müsse geklärt werden, ob das BSW in den Landtag einzieht, ob die SPD einzieht und wie die Mehrheitsverhältnisse aussehen
  • Chrupalla kritisierte die öffentliche Ansprache des BSW per Brief und forderte stattdessen zunächst interne Abstimmung bzw. ein Gespräch vor einer Veröffentlichung; er behauptete zudem fehlende Einheitlichkeit beim BSW (Mecklenburg-Vorpommern vs. Thüringen)

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • AfD-Chef Tino Chrupalla; betroffen ist die AfD-Führungs- und Kooperationslinie mit dem BSW nach den Landtagswahlen im Herbst, Chrupalla nennt als relevante Länder Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sowie als Vergleich Thüringen; keine konkreten Zahlen genannt
  • Zielgruppen/Parteien: AfD und BSW; Chrupalla erwartet bis nach den Landtagswahlen abwarten, ob das BSW in den Landtag einzieht und wie die Mehrheiten aussehen, sowie Abstimmung darüber, ob überhaupt ein Koalitionspartner nötig ist; kein Zeitraum außer „im Herbst“ genannt
  • Einschätzung zur „Einheitlichkeit“ des BSW: BSW würde in Mecklenburg-Vorpommern anders auftreten als in Thüringen; zudem Hinweis auf einen Brief des BSW an die AfD-Spitze zur Ablehnung der Brandmauer, konkrete Frist oder Zahl nicht genannt

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • AfD-Chef Tino Chrupalla wartet mögliche Gespräche/Kooperation mit dem BSW nach den Landtagswahlen im Herbst ab, abhängig davon ob das BSW in den Landtag einzieht sowie von Mehrheits- und Koalitionsverhältnissen
  • BSW hatte sich zuvor in einem Brief an die AfD-Spitze gewandt und die Ablehnung der sogenannten Brandmauer betont, was den Diskussionshintergrund für mögliche Zusammenarbeit setzt
  • Chrupalla stellt unterschiedliche Positionen des BSW je Bundesland in Aussicht und kritisiert, dass der Brief öffentlich gemacht wurde statt intern zuerst mit AfD-Vorsitzenden kommuniziert bzw. ein Gespräch geführt wird

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Chrupalla will erst die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt abwarten, bevor über mögliche Gespräche oder Zusammenarbeit mit dem BSW entschieden wird
  • Die AfD verweist darauf, dass sie das Wahlergebnis (ob BSW oder SPD in den Landtag einziehen und welche Mehrheiten entstehen) abwarten will
  • Chrupalla fordert, dass das BSW seine Positionen intern klären und die AfD-Führung zunächst intern kontaktieren bzw. Gespräche führen sollte, statt Briefe öffentlich zu machen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH