Wirtschaftsverbände warnen vor Risiken für Datenverkehr mit USA

9. Juli 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft: Risiken für transatlantischen Datenverkehr

() – Führende Wirtschaftsverbände warnen nach einem Urteil des Obersten Gerichts der USA vor erheblichen Risiken für den transatlantischen Datenverkehr. Unternehmen benötigten verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen. Mit dem US-Urteil sei das nicht mehr gewährleistet, sagte der Präsident des Außenhandelsverbands BGA, Dirk Jandura, dem „Handelsblatt“. „Die potenziellen Zugriffsrechte der US-amerikanischen Administration erhöhen nun das Risiko für Unternehmen. Diese Unsicherheit ist schlecht für unsere Wirtschaft.“

Der Supreme Court hat Ende Juni die Unabhängigkeit der US-Aufsichtsbehörde FTC faktisch beendet. Künftig kann der Präsident die FTC-Kommissare ohne besonderen Grund entlassen. Die Behörde spielt eine zentrale Rolle beim EU-US-Datenabkommen. Die EU-Kommission hatte die Erlaubnis für den Datentransfer in die USA unter anderem auf die Unabhängigkeit der FTC gestützt. Jandura sieht Brüssel am Zug. Die EU-Kommission dürfe „nicht zulassen, dass Unternehmen kurz- und mittelfristig Rechtsunsicherheiten und damit wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt sind“. Die Datendienstleistungen von US-Cloud-Anbietern müssten verfügbar bleiben.

Auch die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) warnt vor Folgen für Unternehmen. „Aufgrund der derzeitigen Situation bestehen hohe Haftungsrisiken zulasten der Unternehmen“, sagte DIHK-Chefjustiziar Stephan Wernicke dem „Handelsblatt“. Unternehmen sollten bestehende Datenübermittlungen überprüfen und sich unter anderem mit Standardvertragsklauseln absichern. Der damit verbundene Aufwand sei allerdings „erheblich und rechtlich kaum zu bewältigen“.

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Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hält einen verlässlichen und rechtssicheren transatlantischen Datenverkehr für unverzichtbar für die deutsche Industrie. Die EU-Kommission solle daher „keine vorschnellen Schlüsse ziehen“, sagte BDI-Experte Michael Dose dem „Handelsblatt“. Selbst bei einem Wegfall des Datenabkommens wäre der Datentransfer nicht automatisch rechtswidrig. Allerdings drohten dann „erhebliche Rechtsunsicherheit, zusätzliche Compliance-Aufwände, Investitionshemmnisse und Hürden für digitale Geschäftsmodelle“.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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  • Unabhängigkeit der US-Aufsichtsbehörde FTC wurde durch ein Urteil des Supreme Courts faktisch beendet.
  • Unternehmen sollten bestehende Datenübermittlungen überprüfen und sich mit Standardvertragsklauseln absichern.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Unternehmen, insbesondere aus der deutschen Industrie, betroffen
  • Hohe Haftungsrisiken und wirtschaftliche Unsicherheiten
  • EU-Kommission aufgefordert, bis zur Klärung rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen

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  • US-Gerichtsurteil beendet Unabhängigkeit der FTC, was Risiken für transatlantischen Datenverkehr erhöht.
  • Unternehmen benötigen verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen, um wirtschaftliche Unsicherheiten zu vermeiden.
  • Hohe Haftungsrisiken und erheblicher Aufwand für Unternehmen, um sich rechtlich abzusichern.
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