Unionspolitiker fordern weitere Verschärfung des Asylrechts

8. Juli 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Europa: Diskussion um Asylrechtsreform in Berlin

() – Unionsfraktionsvize Günter Krings (CDU) hat sich hinter die Initiative der Europäischen Volkspartei (EVP) gestellt, das europäische Asylrecht erneut zu verschärfen. Die lange verhandelte EU-Asylreform GEAS ist erst seit Juni in Kraft.

„Europa gestattet sich einen Flüchtlingsschutz, der weit über das Völkerrecht, die Genfer Flüchtlingskonvention und unser Grundgesetz hinausgeht“, sagte Krings der „Welt“. Es sei ein Gebot der Vernunft, dass man das Asylsystem so schnell wie möglich wieder auf den internationalen Standard zurückbringe.

Die Initiative der EVP, den subsidiären Schutz abzuschaffen und Zurückweisungen bei sicheren Drittstaaten zu ermöglichen, sei völlig richtig, so Krings weiter. Man habe den subsidiären Schutz in migrationspolitisch einfacheren Zeiten eingeführt, als deutlich weniger Asylbewerber nach Europa kamen. In die heutige Situation passe dieser Sonderstatus nicht mehr. Fast 400.000 subsidiär Schutzberechtigte lebten allein in – mit allen bekannten Auswirkungen auf Sozialleistungen, Einbürgerungen und staatlich finanzierten Familiennachzug. Es stehe der EU frei, den subsidiären Schutz ersatzlos zu streichen.

CDU-Innenpolitiker Detlef Seif sagte: „Das neue GEAS beinhaltet wichtige Maßnahmen, die ich vor anderthalb Jahren nicht für möglich gehalten hätte.“ Man habe aber noch keinen Mechanismus, der sicherstelle, dass es nicht wieder zu Überlastungssituationen komme – wenn viele Menschen in die EU kommen und Asyl beantragen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Asylunterkunft (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Günter Krings (CDU) unterstützt die Initiative der EVP zur Verschärfung des europäischen Asylrechts.
  • Vorschlag zur Abschaffung des subsidiären Schutzes und Erlaubnis von Zurückweisungen bei sicheren Drittstaaten.
  • Fast 400.000 subsidiär Schutzberechtigte in Deutschland mit Auswirkungen auf Sozialleistungen und Familiennachzug.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen: Asylbewerber in der EU, insbesondere in Deutschland
  • Zahl: Fast 400.000 subsidiär Schutzberechtigte in Deutschland
  • Ziel: Abschaffung des subsidiären Schutzes, Strukturen sollen verschärft werden

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Unterstützung der EVP-Initiative zur Verschärfung des europäischen Asylrechts
  • Wahrnehmung eines übermäßigen Flüchtlingsschutzes im Vergleich zu internationalen Standards
  • Hohe Anzahl von subsidiär Schutzberechtigten in Deutschland mit Auswirkungen auf Sozialleistungen und Einbürgerung

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Unterstützung der EVP-Initiative zur Verschärfung des europäischen Asylrechts
  • Abschaffung des subsidiären Schutzes und Ermöglichung von Zurückweisungen bei sicheren Drittstaaten
  • Implementierung eines Mechanismus zur Vermeidung von Überlastungssituationen bei Asylanträgen in der EU
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