NRW legt Modell für Mutterschutz von Selbstständigen vor

6. Juli 2026

Nordrhein-Westfalen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Mutterschutz für Selbstständige in NRW

() – Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat ein Modell für einen fairen Mutterschutz von selbstständigen Frauen vorgelegt. Das teilte das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie am Montag mit.

Grundlage ist eine Machbarkeitsstudie, die vom Westdeutschen Handwerkskammertag (WHKT) und dem Institut für Mittelstandsforschung (IfM) erstellt wurde.

Das Modell sieht drei Bausteine vor: einen Basis-Mutterschaftsausgleich von 5.000 Euro als Einmalzahlung, eine einkommensbasierte Aufstockung auf 100 Prozent des vorherigen Nettoeinkommens sowie eine finanzielle Unterstützung für die Anstellung von Ersatzarbeitskräften. Die Kosten für die persönliche Absicherung werden auf 135 bis 190 Millionen Euro pro Jahr geschätzt, für die betriebliche Unterstützung auf bis zu 135 Millionen Euro.

Wirtschaftsministerin Mona Neubaur forderte die Bundesregierung zur Umsetzung auf. „Mit FAIRsorgt liegt jetzt ein fertiger Vorschlag auf dem Tisch, der sofort umgesetzt werden kann“, sagte sie.

Hintergrund ist, dass rund 27.000 selbstständige Frauen in jedes Jahr in finanzielle Nöte geraten, weil sie während der Schwangerschaft keinen gesetzlichen Mutterschutz haben.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Mutter mit Kinderwagen (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Modell für fairen Mutterschutz von selbstständigen Frauen vorgelegt
  • Basis-Mutterschaftsausgleich von 5.000 Euro, einkommensbasierte Aufstockung auf 100% des Nettoeinkommens
  • Kosten für persönliche Absicherung auf 135 bis 190 Millionen Euro pro Jahr geschätzt

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft selbstständige Frauen in Nordrhein-Westfalen
  • 27.000 Frauen jährlich in Deutschland betroffen
  • Kosten für persönliche Absicherung zwischen 135 und 190 Millionen Euro pro Jahr

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Rund 27.000 selbstständige Frauen in Deutschland jährlich in finanziellen Nöten während der Schwangerschaft.
  • Fehlender gesetzlicher Mutterschutz für selbstständige Frauen.
  • Vorschlag zur fairen Absicherung basiert auf Machbarkeitsstudie von WHKT und IfM Bonn.

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Vorlage eines Modells für fairen Mutterschutz von selbstständigen Frauen
  • Forderung an die Bundesregierung zur Umsetzung des Vorschlags FAIRsorgt
  • Finanzielle Unterstützung in Form von Einmalzahlung und einkommensbasierter Aufstockung
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH