Bosch-Betriebsratschef fordert runden Tisch für Autoindustrie

5. Juli 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft: Zukunft der Automobilbranche in Stuttgart

() – Der Betriebsrat des Autozulieferers Bosch fordert für einen runden Tisch von Arbeitgebern, Gewerkschaften und Politik. „Wir können nicht so weitermachen wie bisher“, sagte Frank Sell, Gesamtbetriebsratsvorsitzender von Bosch Mobility, dem „Spiegel“. Nötig sei eine Taskforce mit Vertretern der Arbeitgeber aus Automobil- und Zulieferindustrie, der Arbeitnehmer, Gewerkschaft und der Politik, die erst auseinandergehe, wenn sie Lösungen erarbeitet habe, die die Zukunft der Branche in Deutschland sicherten.

Hintergrund sind wachsende Konflikte um Arbeitszeit und Sparprogramme in der Branche. Am vergangenen Freitag hatten Tausende Beschäftigte von Mercedes-Benz vor der Konzernzentrale in Stuttgart-Untertürkheim gegen die Forderung von Mercedes-Chef Ola Källenius protestiert, für das gleiche Geld mehr zu arbeiten.

Zuvor hatten Källenius und Personalvorständin Britta Seeger in einer Botschaft an die Belegschaft gefordert, diese müsse in allen Bereichen für das gleiche Geld mehr arbeiten. Die IG Metall kündigte einen „heißen Sommer und Herbst“ an und stellte weitere Proteste auch bei anderen Herstellern und Zulieferern in Aussicht – unter anderem bei Volkswagen, wo Vorstandschef Oliver Blume dem Aufsichtsrat in dieser Woche einen radikalen Spar- und Umbauplan präsentieren will.

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Auch bei BMW stößt die Debatte über längere Arbeitszeiten auf scharfe Kritik. BMW-Betriebsratschef Martin Kimmich sagte dem „Spiegel“, wem nichts anderes einfalle, „als nach der 40-Stunden-Woche zu schreien, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt“.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Autoproduktion (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Betriebsrat von Bosch fordert runden Tisch von Arbeitgebern, Gewerkschaften und Politik.
  • Tausende Beschäftigte von Mercedes-Benz protestierten gegen höhere Arbeitsanforderungen für das gleiche Geld.
  • IG Metall kündigt weitere Proteste bei anderen Herstellern und Zulieferern an.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Bezug auf die Automobil- und Zulieferindustrie in Deutschland
  • Zielgruppe: Beschäftigte und Gewerkschaften, insbesondere IG Metall
  • Geplante Fristen: Bedarf an Lösungen in naher Zukunft, "heißen Sommer und Herbst" angekündigt

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Forderung nach einem runden Tisch von Arbeitgebern, Gewerkschaften und Politik zur Sicherung der Branche
  • Wachsende Konflikte um Arbeitszeit und Sparprogramme in der Automobilindustrie
  • Proteste von Beschäftigten gegen Forderungen nach Mehrarbeit für das gleiche Geld
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