Ärzteschaft unterstützt Steuererhöhung auf ungesunde Produkte

4. Juli 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesundheitspolitik in Deutschland: Steuererhöhungen angestrebt

() – Die Bundesärztekammer begrüßt die Pläne der Bundesregierung, die Steuern auf Tabak- und Nikotinprodukte, Alkohol und zuckerhaltige Getränke zu erhöhen. Der Vorstand der Bundesärztekammer teilte am Samstag mit, dass Alkohol, Tabak und übermäßiger Zuckerkonsum nachweislich krankmachten und das Gesundheitswesen sowie die Volkswirtschaft erheblich belasteten. nutze die Möglichkeiten zur Eindämmung des Konsums gesundheitsschädlicher Produkte im europäischen Vergleich bislang „nicht konsequent genug“.

Aber auch die aktuellen Pläne gingen nicht weit genug, so die Bundesärztekammer. Die Beschränkung auf einzelne Produktgruppen wie Spirituosen, Schaumwein oder Alkopops greife zu kurz. „Aus ärztlicher Sicht sollten sämtliche alkoholischen Getränke, einschließlich Wein und Bier, einbezogen werden, um Ausweichreaktionen zu verhindern und den Gesamtkonsum wirksam zu senken.“ Auch die Besteuerung von Tabak- und Nikotinprodukten müsse konsequent weiterentwickelt werden. Insbesondere sollten Liquids für Einweg-E-Zigaretten und Pod-Systeme höher besteuert werden, um ihre Attraktivität für Kinder und Jugendliche deutlich zu verringern. Erfahrungen aus anderen Ländern zeigten, dass Lenkungssteuern wirksam seien, hieß es.

Die Ärzteschaft fordert zudem eine stärkere Gesundheitsaufklärung, umfassende Werbe- und Marketingbeschränkungen sowie politische Rahmenbedingungen, die gesundheitsförderliche Entscheidungen erleichtern. Die Einnahmen aus gesundheitsbezogenen Verbrauchsteuern müssten zudem konsequent für gesundheitspolitische Zwecke eingesetzt werden. Sie dürften nicht allein der Haushaltskonsolidierung dienen, so die Bundesärztekammer.

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Bildhinweis: Raucherin (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Bundesärztekammer begrüßt geplante Steuererhöhungen auf Tabak, Alkohol und Zucker.
  • Forderung nach umfassender Besteuerung aller alkoholischen Getränke, nicht nur auf bestimmte Produktgruppen.
  • Empfehlungen für höhere Besteuerung von Liquids für E-Zigaretten, um Attraktivität für Jugendliche zu verringern.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft: Bundesregierung, Bundesärztekammer, Erzeuger von Tabak, Nikotinprodukten, Alkohol, zuckerhaltigen Getränken
  • Stärke: stärkere Steuererhöhungen gefordert, umfassende Regelungen für sämtliche alkoholische Getränke, höhere Besteuerung von Einweg-E-Zigaretten
  • Zeitraum: keine spezifischen Fristen/Zahlen angegeben

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Erhöhung der Steuern auf gesundheitsschädliche Produkte zur Senkung des Konsums
  • Ungenügende Nutzung der Möglichkeiten zur Eindämmung im Vergleich zu anderen europäischen Ländern
  • Forderung nach umfassenderen Maßnahmen und einer stärkeren Fokussierung auf alle alkoholischen Getränke

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Erhöhung der Steuern auf Tabak- und Nikotinprodukte, Alkohol und zuckerhaltige Getränke
  • Umfassendere Besteuerung von alkoholischen Getränken, einschließlich Wein und Bier
  • Stärkere Gesundheitsaufklärung und Marketingbeschränkungen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH