China-Botschafter zu dringlichem Gespräch ins Auswärtige Amt zitiert

3. Juli 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Diplomatische Spannungen zwischen Deutschland und China

() – Der chinesische Botschafter in ist am Donnerstag zu einem dringlichen Gespräch ins Auswärtige Amt gebeten worden. Das berichtet der „Spiegel“. Thema seien Berichte gewesen, nach denen in russische Soldaten ausgebildet würden. Die Berichte beschreiben Unterstützung für Russland durch staatliche Akteure in China, namentlich die chinesische Volksbefreiungsarmee.

Aus dem Haus von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hieß es weiter, die Berichte seien „sehr besorgniserregend, denn grundsätzlich gilt das, was wir schon häufig klar gesagt haben: Russland ist die größte Bedrohung unserer euro-atlantischen Sicherheit“. Alles, was Russland in die Lage versetze, seinen Angriffskrieg gegen die weiterzuführen, sei auch eine Bedrohung für die eigene Sicherheit. Chinas entscheidende und wachsende Unterstützung für Russlands brutalen Angriffskrieg betreffe daher direkt die eigene Sicherheit.

Die Bundesregierung mache in allen Gesprächen mit der chinesischen Seite sehr deutlich, wie stark einen Chinas Unterstützung für Russland besorge. So habe auch Bundeskanzler Friedrich Merz bei seinem Besuch in China im Februar das Thema gegenüber dem chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping angesprochen. Auch bespreche man das Thema intensiv mit den europäischen Partnern. Die Bitte um ein dringliches Gespräch ist ein Mittel des deutlichen diplomatischen Protests, aber noch keine formelle Einbestellung.

Siehe auch:  Merz telefoniert wegen Iran-Luftschlägen mit Partnern
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Chinesische Botschaft in Deutschland (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Dringliches Gespräch des chinesischen Botschafters im Auswärtigen Amt wegen Berichten zur Ausbildung russischer Soldaten in China.
  • Bundesaußenminister bezeichnet Chinas Unterstützung für Russland als besorgniserregend und sicherheitsrelevant.
  • Thema auch beim Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz in China im Februar angesprochen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen: China, Russland, Deutschland, europäische Partner
  • Zielgruppen: Bundesregierung, Bundesaußenministerium, Bundeskanzler
  • Zeitpunkt: Gespräch am Donnerstag, Besuch im Februar

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Ausbildung russischer Soldaten durch staatliche Akteure in China
  • Besorgnis über Chinas Unterstützung für Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine
  • Notwendigkeit eines dringlichen diplomatischen Gesprächs zum Thema

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Dringliches Gespräch mit dem chinesischen Botschafter im Auswärtigen Amt
  • Deutlicher diplomatischer Protest gegenüber China
  • Intensiver Austausch mit europäischen Partnern über Chinas Unterstützung für Russland
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