Ex-Wirtschaftsweiser kritisiert Steuerentlastung als zu niedrig
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Wirtschaftskritik in Berlin zur Steuerreform
Berlin () – Der langjährige Wirtschaftsweise Peter Bofinger kritisiert die von der Koalition beschlossene Steuerentlastung als zu niedrig. Die Steuerentlastung mit zehn Milliarden Euro in 2027 belaufe sich auf ein Viertel Prozent des Bruttoinlandsproduktes und gleiche zum Teil nur die kalte Progression aus, sagte er dem „Handelsblatt“. Das werde kein Wachstumstreiber.
Zudem vermisse er Maßnahmen, die zusätzliche Investitionsanreize für Unternehmen setzen. Der Investitionsbooster der Regierung von 2025 habe sich als Fehlgriff erwiesen. Er führe zu hohen Einnahmeausfällen für die öffentlichen Haushalte und sei für die Unternehmen letztlich nur ein zinsloser Kredit. Bofinger forderte dringend eine Investitionsprämie für Unternehmen, die ihre Investitionen ausweiten.
Die Verpflichtung zur Krankschreibung ab dem ersten Tag nannte der Ökonom ein „Bürokratiemonster“. Eigentlich habe man die Bürokratie ja abschaffen wollen. Positiv bewertete Bofinger die Idee einer staatlichen Wohnungsbaugesellschaft. Das Wohnungsproblem sei für viele Menschen zentral. Es sei höchste Zeit, dass die Politik da wirklich aktiv werde.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Pressekonferenz nach Koalitionsausschuss am 02.07.2026 |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Steuerentlastung 2027 beläuft sich auf zehn Milliarden Euro, entspricht einem Viertel Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
- Bofinger fordert eine Investitionsprämie für Unternehmen zur Erweiterung von Investitionen.
- Kritik an der Verpflichtung zur Krankschreibung ab dem ersten Tag als "Bürokratiemonster".
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Wirtschaftsweise Peter Bofinger kritisiert Steuerentlastung 2027 für zu niedrig
- Steuerentlastung betrifft alle Steuerzahler, beläuft sich auf 10 Milliarden Euro
- Fehlender Investitionsbooster 2025 belastet öffentliche Haushalte, dringender Handlungsbedarf bis 2025
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Steuerentlastung von zehn Milliarden Euro wird als zu niedrig bewertet
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- Einführung einer Investitionsprämie für Unternehmen
- Gründung einer staatlichen Wohnungsbaugesellschaft zur Behebung des Wohnungsproblems
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