Steuerzahlerbund fordert Verschiebung der Einkommensteuerreform

1. Juli 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft: Steuerreform und Staatsausgaben in Berlin

() – Der Bund der Steuerzahler fordert angesichts der verhakten Debatten zwischen SPD und CDU/CSU eine Verschiebung der Einkommensteuerreform. Am Mittwoch kommt der Koalitionsausschuss zusammen, um über ein Reformpaket zu beraten, dabei gibt es über eine Steuerreform noch keine Einigung.

Holznagel sagte der „Bild“, bevor sie jetzt an dieser Stelle noch weiteren Schaden anrichteten, sei es wahrscheinlich besser, alles wieder liegen zu lassen und einen erneuten Anlauf zu nehmen. Der Steuerzahler-Präsident warnte: „Wenn ein Ergebnis so aussieht, dass wir auf der einen Seite Steuern senken, auf der anderen Seite massiv Steuern erhöhen und dann wieder die Wirtschaft treffen, (…) dann macht diese Steuerreform keinen Sinn.“ Holznagel sagte, dann sei sie eher ein Brandbeschleuniger in Sachen Rezession. Und deswegen wäre es besser zu sagen: Wir können uns an dieser Stelle nicht einigen.

Holznagel wolle keine Steuerreform unter dem Vorzeichen, dass am Ende Steuerbelastungen eintreten, die Wirtschaft abschmiert und die Investitionsbereitschaft nicht stimuliert wird. Er wolle keine Steuerreform mit faulen Kompromissen und deswegen wäre es dann besser, nichts zu machen. Er sei nicht bereit, die Wahl zwischen Pest und Cholera durchzuführen, sondern er möchte schon einen Fortschritt haben und wenn dieser Fortschritt realistisch nicht erreichbar sei, dann müsse man sich noch mehr Zeit nehmen.

Siehe auch:  Bas wehrt sich gegen "lange Debatte über neue Köpfe" in der SPD

Gleichzeitig kritisierte Holznagel die Klage der Politik über vermeintlich klamme Kassen: Dieses Jahr nehme der Staat so viel Geld ein wie noch nie zuvor. Insgesamt fast eine Billion Euro Steuern über alle Instanzen: Kommunen, Länder und der Bund. Dazu werde der Staat über sogenannte Sondervermögen bis 2030 fast eine Billion Euro Schulden aufnehmen.

Holznagel kritisierte die hohen Staatsausgaben: „Wir haben in diesem Jahr einen der Höchststände, was Subventionen angeht. Wir fördern Wärmepumpen, energetische Gebäudesanierung, wir machen die E-Mobilität – insgesamt über 40 Milliarden Euro Subventionen!“ Es seien mehr als 500 Einzelmaßnahmen: Deswegen brauche ihm keiner zu erzählen, dass das Geld nicht da sei.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Reiner Holznagel (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Bund der Steuerzahler fordert Verschiebung der Einkommensteuerreform.
  • Koalitionsausschuss ohne Einigung über Steuerreform.
  • Hohe Staatsausgaben: Über 40 Milliarden Euro Subventionen in diesem Jahr.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Bund der Steuerzahler; betrifft Steuerzahler und Wirtschaft
  • Einkommensteuerreform; keine Einigung vor Koalitionsausschuss
  • Staatseinnahmen fast eine Billion Euro; hohe Staatsausgaben über 40 Milliarden Euro Subventionen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Bund der Steuerzahler fordert eine Verschiebung der Einkommensteuerreform.
  • Koalitionsausschuss berät über ein Reformpaket ohne Einigung.
  • Kritik an hohen Staatsausgaben und der Notwendigkeit von Subventionen.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH