Lauterbach warnt vor unterschätzter Hitzegefahr

29. Juni 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesundheitspolitik und Klimaanpassung in Berlin

() – Der frühere Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) warnt angesichts zunehmender Hitzewellen vor einer anhaltenden Unterschätzung der Gesundheitsrisiken.

Hitze werde nicht wahrgenommen als das, was sie sei: ein richtig großes Gesundheitsproblem, sagte Lauterbach am Montag den Sendern RTL und ntv. Viele Menschen glaubten, es handele sich lediglich um einen etwas stärkeren Sommer, einen etwas verlängerten Sommer. Tatsächlich aber stürben in jeder Hitzewelle in Europa ein paar Tausend Menschen. Diese Todesfälle seien vielfach vermeidbar.

Mit Blick auf den Klimawandel warnte Lauterbach: „Wir sind ja erst am Anfang.“ Europa erwärme sich doppelt so schnell wie der Rest der Welt, kein Kontinent werde „mehr mit dem Klimawandel kämpfen müssen als Europa“. Es seien bereits viele von ihm als Gesundheitsminister angestoßene Maßnahmen des Hitzeschutzplans umgesetzt worden. Allerdings müsse der eingeschlagene Weg konsequent fortgesetzt werden. „Man muss Geld in die Hand nehmen“, sagte Lauterbach. Den Kommunen fehlten derzeit häufig die finanziellen Mittel, um notwendige Investitionen umzusetzen. Deshalb sei es gut, dass Bundeskanzler Friedrich Merz angekündigt hatte, Kommunen bei neuen finanziellen Belastungen stärker zu unterstützen.

Lauterbach sprach sich zudem für mehr Klimaanpassung in den Städten aus. „Wir müssen die Städte grüner machen, den Beton aufbrechen, mehr Bäume pflanzen. Das würde sehr viel bringen“, sagte er. Den Hitzeschutzplan selbst wollte der SPD-Politiker nicht kritisieren. Dessen Maßnahmen seien wichtig und könnten bei konsequenter Umsetzung Leben retten. Dann würden ein paar Hundert Menschen weniger sterben in in so einer Hitzewelle. Das sei keine Kleinigkeit.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Sommer am 25.06.2026

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  • Karl Lauterbach warnt vor Gesundheitsrisiken durch Hitzewellen.
  • Europa erwärmt sich doppelt so schnell wie der Rest der Welt.
  • Bundeskanzler Friedrich Merz kündigte finanzielle Unterstützung für Kommunen an.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene Zielgruppen: allgemein die Bevölkerung in Europa, insbesondere vulnerable Gruppen (ältere Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen)
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  • Zeitrahmen: anhaltende Hitzewellen, verstärkt in zukünftigen Sommern, wenn klimatische Maßnahmen nicht konsequent umgesetzt werden

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Unterschätzung der Gesundheitsrisiken durch Hitzewellen
  • Verstärkter Klimawandel, der Europa schneller betreffen wird
  • Mangelnde finanzielle Mittel der Kommunen für notwendige Maßnahmen
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