Weimer will Plattformen für Jugendschutz in die Pflicht nehmen
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Jugendschutz im Netz: Politische Ansätze in Berlin
Berlin () – Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) will die Plattbetreiber stärker in die Verantwortung für den Jugendschutz im Netz nehmen. Das Verursacherprinzip solle hier angewandt werden, sagte Weimer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
Es sei richtig und wichtig, die Plattformen in die Pflicht zu nehmen für eine altersangepasste Ausgestaltung der Angebote und die Verantwortung nicht alleine auf Kinder und Eltern zu verlagern. Kommunikations- und Informationsfreiheit müsse auch für Kinder und Jugendliche gelten, sagte der Staatsminister für Kultur und Medien. „Wir verbieten unseren Kindern nicht, auf Social Media zu sein, sondern wir verbieten den Plattformen, ungehindert in unsere Kinderzimmer zu kommen.“
Weimer hob auch die Relevanz einer funktionierenden Altersverifikation hervor. Diese müsse dann auch konsequent durchgesetzt werden von Bund, Ländern und Europäischer Kommission, sagte er den Funke-Zeitungen. Eine geschützte Teilhabe sei der richtige Weg, den er als Medienstaatsminister auch mit einem Konzept zur Stärkung der Nachrichtenkompetenz unterstützen und flankieren werde. Die digitale Welt müsse sich an den Rechten, Bedürfnissen und Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen ausrichten und nicht umgekehrt.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Junge Leute mit Smartphone (Archiv) |
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