SPD lehnt Streichung der 100.000-Euro-Grenze bei Pflege ab

16. Juni 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik: Pflegekosten und Familienbelastung in Berlin

() – Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Christos Pantazis, lehnt eine ersatzlose Streichung der 100.000-Euro-Grenze für pflegende Angehörige ab. Das berichtet die „Rheinische Post“.

Pantazis sagte, die Grenze beim Elternunterhalt sei eine wichtige sozialpolitische Errungenschaft. Sie stehe für das Prinzip, dass Pflegebedürftigkeit nicht dazu führen dürfe, dass Kinder und Angehörige selbst in finanzielle Not geraten.

„Wer diese Grenze ersatzlos streichen will, verlagert die Kosten der Pflege einseitig auf Familien“, warnte der SPD-Politiker. Das wäre weder sozial ausgewogen noch nachhaltig. Betroffen wären nicht nur Spitzenverdiener, sondern vielfach auch Familien, die bereits Verantwortung für Kinder tragen, hohe Wohnkosten schultern oder ihre Angehörigen auf vielfältige Weise unterstützen.

Selbstverständlich müssten die Kommunen bei den steigenden Ausgaben der Hilfe zur Pflege entlastet werden, so Pantazis. Die Lösung könne jedoch nicht darin bestehen, die finanzielle Verantwortung einfach auf die nächste Generation zu verschieben. Pflege sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und müsse auch solidarisch finanziert werden.

Die SPD-Bundestagsfraktion stehe für eine Pflegepolitik, die Sicherheit schaffe – für Pflegebedürftige ebenso wie für ihre Angehörigen. Deshalb lehne man eine ersatzlose Abschaffung der 100.000-Euro-Grenze ab. „Wer die Pflege zukunftsfest machen will, muss die strukturellen Finanzierungsfragen lösen, statt Familien stärker zur Kasse zu bitten“, so der gesundheitspolitische Sprecher.

Siehe auch:  Grüne wollen leichteren Zugang zu Cannabis
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Seniorin im Rollstuhl (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Christos Pantazis lehnt die ersatzlose Streichung der 100.000-Euro-Grenze für pflegende Angehörige ab.
  • Die Grenze wird als wichtige sozialpolitische Errungenschaft angesehen, um finanzielle Belastungen für Familien zu vermeiden.
  • Pantazis fordert, dass Pflege eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist und solidarisch finanziert werden muss.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind pflegende Angehörige und Familien mit finanziellen Belastungen
  • Zielgruppen umfassen sowohl Spitzenverdiener als auch Familien mit Kindern und hohen Wohnkosten
  • Zeitrahmen und Fristen keine Angabe

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Ablehnung der Streichung der 100.000-Euro-Grenze für pflegende Angehörige aus sozialpolitischen Gründen
  • Sorge, dass Pflegekosten einseitig auf Familien verlagert werden, was zu finanzieller Not führt
  • Notwendigkeit einer solidarischen Finanzierung der Pflege als gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Ablehnung der ersatzlosen Streichung der 100.000-Euro-Grenze für pflegende Angehörige
  • Entlastung der Kommunen bei steigenden Ausgaben der Hilfe zur Pflege
  • Forderung nach solidarischer Finanzierung der Pflege als gesamtgesellschaftliche Aufgabe
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH