SPD erwartet Einigung mit Union bei Arbeitszeitgesetz

15. Juni 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik: Reform des Arbeitszeitgesetzes in Berlin

() – SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese erwartet eine Einigung mit der Union über die Reform des Arbeitszeitgesetzes.

„Nach der klaren Verabredung im Koalitionsvertrag ist keine Abschaffung des Arbeitszeitgesetzes geplant, sondern die Ermöglichung einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit bei gleichzeitig verpflichtender digitaler Zeiterfassung, so dass es keine unbezahlten Überstunden mehr gibt“, sagte Wiese den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Anhand dieser klaren Verabredungen werde man jetzt gemeinsam mit dem Koalitionspartner zu Ergebnissen kommen. In den Diskussionen merke er aber, „dass vielen gar nicht bewusst ist, was heute schon an flexiblen Lösungen im betrieblichen Alltag möglich ist“.

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) soll auf Drängen der Union einen Vorschlag zur Reform des Arbeitszeitgesetzes vorlegen. Aktuell gilt eine tägliche Höchstarbeitszeit von acht Stunden, die in bestimmten Fällen auf zehn Stunden verlängert werden kann. Die Reform könnte zu einer Höchstarbeitszeit von 13 Stunden am Tag führen, wobei eine Wochenarbeitszeit von 40 Stunden nicht überschritten werden soll. Bas will die Reform durch eine Regelung zur Zeiterfassung von Arbeitsstunden ergänzen. Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) hatte die SPD am Wochenende aufgerufen, die vereinbarte Reform umzusetzen.

Die Koalitionspartner verhandeln derzeit über eine Reihe großer Reformprojekte, die sie Anfang Juni vereinbaren wollen. Derzeit laufen in Vorbereitung auf einen Koalitionsausschuss am 1. Juli Verhandlungen, an denen sowohl Spahn als auch Wiese beteiligt sind. „Die Gespräche verlaufen sehr vertrauensvoll. Und das ist auch gut so“, sagte Wiese. Zu Einzelheiten werde er sich deswegen nicht öffentlich äußern. „In den Gesprächen im Wahlkreis merke ich aber die klare Erwartungshaltung der Bürger, dass wir als Koalition zu gemeinsam Ergebnissen für unser Land kommen“, fügte der SPD-Politiker hinzu.

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Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Einigung über die Reform des Arbeitszeitgesetzes von SPD und Union erwartet.
  • Höchstarbeitszeit von 13 Stunden pro Tag soll eingeführt werden, aber wöchentliche Arbeitszeit darf 40 Stunden nicht überschreiten.
  • Vorschlag zur Reform soll von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) auf Drängen der Union vorgelegt werden.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft Arbeitnehmer in Deutschland
  • Reform zielt auf eine Höchstarbeitszeit von 13 Stunden pro Tag, 40 Stunden pro Woche
  • Frist für Einigung ist Anfang Juni, Koalitionsausschuss am 1. Juli

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Reform des Arbeitszeitgesetzes zur Einführung einer Höchstarbeitszeit und digitaler Zeiterfassung
  • Aktuelle tägliche Höchstarbeitszeit von acht Stunden soll auf 13 Stunden ansteigen, jedoch mit wöchentlicher Begrenzung von 40 Stunden
  • Ziel, unbezahlte Überstunden zu vermeiden und flexiblere Arbeitslösungen zu ermöglichen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Einigung mit der Union über die Reform des Arbeitszeitgesetzes anstreben
  • Vorschlag zur Reform des Arbeitszeitgesetzes von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas vorlegen lassen
  • Verpflichtende digitale Zeiterfassung zur Vermeidung unbezahlter Überstunden integrieren
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