SWU plant Einführung des Zugsicherungssystems ETCS auf ihren Strecken
Baden-Württemberg - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung
Digitalisierung im Verkehr: Ulm und ETCS Einführung
Ulm () – Die SWU Verkehr GmbH hat die Einführung des digitalen europäischen Zugsicherungssystems ETCS auf ihren Eisenbahnstrecken angekündigt. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
Im Zuge der Reaktivierung der nördlichen Staudenbahn im Abschnitt Gessertshausen – Langenneufnach könnte dabei erstmals in Deutschland ETCS Level 1 Full Supervision zum Einsatz kommen. Die SWU nimmt dafür nun konkrete Planungen auf.
Parallel dazu ist die Durchführung einer Machbarkeitsuntersuchung für die vor 13 Jahren für den Schienenpersonennahverkehr reaktivierte Strecke Senden – Weißenhorn geplant. „Wir freuen uns sehr, einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung eines digitalen Eisenbahnbetriebs zu gehen“, sagte Ralf Gummersbach, Geschäftsführer der SWU Verkehr GmbH. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter begrüßte die Pläne: „Als innovatives Eisenbahninfrastrukturunternehmen macht die SWU damit einen beispielgebenden Schritt voran und wird dadurch auch Blaupause für andere private Streckenbetreiber.“
ETCS ist der europaweite Standard für die digitale Sicherung und Steuerung des Bahnverkehrs und soll langfristig die heute noch weit verbreitete punktförmige Zugbeeinflussung ablösen.
Eine von der SWU in Auftrag gegebene Untersuchung hat die technische und wirtschaftliche Machbarkeit für die Staudenbahn nachgewiesen. Das System vereinfacht die technische Ausrüstung der Strecke und reduziert die Komplexität der Infrastruktur.
Die SWU steht dabei im Austausch mit anderen nichtbundeseigenen Eisenbahnen wie der SWEG und der SinON, um die Einführung gemeinsam voranzutreiben.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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