Merz verteidigt FCAS-Aus
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Verteidigungspolitik: Deutschland und Frankreich im Fokus
Berlin () – Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Entscheidung verteidigt, das deutsch-französische Vorhaben, gemeinsam mit Spanien einen Kampfjet der sechsten Generation zu entwickeln, zu beenden.
„Präsident Macron und ich haben es uns in dieser Frage eines deutsch-französischen Kampfflugzeuges wirklich nicht leicht gemacht“, sagte Merz am Mittwoch zum Auftakt der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin. „Über Monate haben wir zusammen mehrere Anläufe unternommen, um die beteiligten Unternehmen zu einer Einigung zu bewegen.“ Und nach einem Mediationsverfahren seien er und Macron zu der geteilten Einschätzung gelangt, dass die Unternehmen beim Bau eines gemeinsamen Kampfflugzeuges nicht zueinanderfinden.
„Diese Realität erkennen wir an“, so Merz. „Präsident Macron und ich haben deshalb am vergangenen Freitag vereinbart, den Bau eines gemeinsamen Kampfflugzeuges nicht weiter zu verfolgen.“ Damit löse man zwar eine langjährige Blockade auf, eröffne der Industrie aber auch „neue Möglichkeiten, beim Bau moderner Kampfflugzeuge auf anderem Weg weiter voranzukommen“. Den eigentlichen Kern von FCAS als europäisches „System der Systeme“ werde man zudem weiterführen. Deutschland und Frankreich würden in Verteidigungsfragen weiter zusammenarbeiten, so der Kanzler.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Friedrich Merz am 10.06.2026 |
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