Bundespolizei ermittelt nach Beinahekollision an Bahnübergang in München-Aubing
Bayern - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung
Panorama: Bahnübergang bei München-Aubing
München () – Ein 33-jähriger Mann hat am Dienstagnachmittag an einem Bahnübergang in München-Aubing beinahe eine Kollision mit einer S-Bahn verursacht. Die Bundespolizei München teilte am Mittwoch mit, der polnische Staatsangehörige ohne festen Wohnsitz in Deutschland habe gegen 15:20 Uhr den Bahnübergang Germeringer Weg überquert, obwohl die Schranken bereits geschlossen waren.
Der Triebfahrzeugführer einer aus dem Haltepunkt Aubing ausfahrenden S4 erkannte den Mann im letzten Moment und leitete umgehend eine Schnellbremsung ein; die S-Bahn kam rechtzeitig zum Stehen.
Der Mann entfernte sich anschließend von der Örtlichkeit. Ein 57-jähriger Autofahrer, der mit seinem Fahrzeug am Bahnübergang wartete und den Vorfall beobachtet hatte, verfolgte den Flüchtenden bis zu einem nahegelegenen Einkaufsmarkt und verständigte zeitgleich die Landespolizei.
Eine Streife konnte den 33-Jährigen wenig später antreffen und kontrollieren. Durch die Schnellbremsung wurde nach aktuellem Stand keiner der Fahrgäste verletzt.
Der Triebfahrzeugführer meldete den Vorfall der Notfallleitstelle der Deutschen Bahn und setzte die Fahrt nach Rücksprache zunächst bis zum Haltepunkt Puchheim fort.
Aufgrund der psychischen Belastung infolge des Ereignisses war er anschließend nicht mehr dienstfähig und musste durch einen Ersatztriebfahrzeugführer abgelöst werden. Die Bundespolizei leitete gegen den 33-Jährigen ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein; nach Abschluss der strafprozessualen Maßnahmen wurde er auf freien Fuß gesetzt.
Die Bundespolizei wies erneut darauf hin, dass das Betreten von Bahnübergängen bei geschlossenen Schranken lebensgefährlich ist.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Polizei (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- 33-jähriger polnischer Staatsangehöriger ohne festen Wohnsitz überschritt am Bahnübergang Germeringer Weg in München-Aubing um 15:20 Uhr trotz geschlossener Schranken
- Triebfahrzeugführer leitete eine Schnellbremsung ein; S-Bahn kam rechtzeitig zum Stehen, nach aktuellem Stand keine Verletzten
- Ermittlungsverfahren wegen Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet; nach Abschluss der strafprozessualen Maßnahmen auf freien Fuß gesetzt
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffen Bundespolizei München und Bahnpendler; Region München-Aubing bei Bahnübergang Germeringer Weg sowie Haltepunkt Aubing und anschließend Haltepunkt Puchheim; Zeitpunkt Dienstagnachmittag gegen 15:20 Uhr; durch Schnellbremsung nach aktuellem Stand keine Verletzten, nach psychischer Belastung Ablösung des Triebfahrzeugführers
- Betroffen 33-jähriger polnischer Staatsangehöriger ohne festen Wohnsitz in Deutschland; er überquerte den Bahnübergang trotz geschlossener Schranken, entfernte sich danach; Ermittlungsverfahren wegen Verdachts gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr, nach Abschluss strafprozessualer Maßnahmen auf freien Fuß gesetzt
- Betroffen 57-jähriger Autofahrer und Landespolizei; er wartete am Bahnübergang, verfolgte den Flüchtenden bis zu einem nahegelegenen Einkaufsmarkt und verständigte zeitgleich die Landespolizei; es erfolgte Fahrzeugbeobachtung/Verständigung ohne Verletzungszahlen genannt
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Mann überquerte Bahnübergang Germeringer Weg trotz bereits geschlossener Schranken, erkannte Schranken-/Gefahrenlage vermutlich nicht oder ignorierte sie; Auslöser war das unerlaubte Betreten/Queren des Bahnübergangs
- Triebfahrzeugführer erkannte ihn im letzten Moment und leitete Schnellbremsung ein, dadurch kam die S-Bahn rechtzeitig zum Stillstand; Hintergrund ist die akute Gefährdung des Bahnverkehrs und der Fahrgäste
- Nach dem Vorfall entfernte sich der Mann, wurde später durch Streife kontrolliert; Kontext psychische Belastung beim Triebfahrzeugführer mit anschließender Dienstunfähigkeit und Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Die Bundespolizei hat den 33-Jährigen nach kurzer Fahndung kontrolliert und ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet
- Die S-Bahn-Fahrt wurde nach der Schnellbremsung zunächst bis zum Haltepunkt Puchheim fortgesetzt und der betroffene Triebfahrzeugführer wegen psychischer Belastung durch einen Ersatztriebfahrzeugführer abgelöst
- Nach Abschluss der strafprozessualen Maßnahmen wurde der 33-Jährige auf freien Fuß gesetzt
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