Schlag gegen Schleusernetzwerk mit Festnahmen in Saarbrücken und Serbien

5. August 2026

Bayern - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Panorama: Schleuser festgenommen in Saarbrücken

Saarbrücken () – Bei einer konzertierten Aktion haben Bundespolizei und bayerische Staatsanwaltschaften am Mittwoch mehrere hochrangige Schleuser festgenommen. Wie die Bundespolizeidirektion mitteilte, wurden dabei im In- und Ausland drei Haftbefehle vollstreckt und sechs Objekte im Raum Saarbrücken durchsucht.

Rund 240 Einsatzkräfte waren dort im Einsatz, darunter auch in einer großflächigen Lagerhalle.

Im ersten Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Traunstein wurde ein 26-jähriger syrischer Staatsangehöriger festgenommen. Er soll seit Oktober 2024 in fünf Fällen mindestens 125 überwiegend syrische Menschen unter lebensgefährlichen Bedingungen von über das Mittelmeer nach und teils weiter nach Deutschland geschleust haben.

Die Boote sollen nicht seetauglich und mit bis zu 61 Personen überfüllt gewesen sein, ohne Schwimmwesten. Pro Person sollen zwischen 6.500 und 7.800 Euro gezahlt worden sein, insgesamt erzielte die Gruppierung nach Ermittlerangaben mindestens 875.000 Euro.

Bei mehreren Kontrollen soll der Hauptbeschuldigte außerdem wiederholt mit mutmaßlichem Falschgeld aufgegriffen worden sein.

Im Verfahren der Staatsanwaltschaft wurde ein 31-jähriger Syrer in festgenommen. Er soll als führender Kopf des „Sarawi“-Clans zwischen April und November 2022 in 17 Fällen mindestens 152 Migranten entlang der Balkanroute bis nach Deutschland geschleust haben.

In einem weiteren Verfahren der Staatsanwaltschaft Weiden vollstreckte eine serbische Sondereinheit in Belgrad einen Haftbefehl gegen einen 32-jährigen Syrer. Ihm wird vorgeworfen, sich an mindestens 37 Einschleusungsfällen mit insgesamt mindestens 625 Menschen beteiligt zu haben.

Die Ermittlungen wurden in den Spezialabteilungen der Staatsanwaltschaften nach dem sogenannten Traunsteiner Modell geführt.

Europol koordinierte die Maßnahmen im Rahmen einer Operational Task Force. Die Einsatzmaßnahmen dauern an; über die Ergebnisse der Durchsuchungen soll informiert werden, sobald gesicherte Erkenntnisse vorliegen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Polizei (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Bundespolizei und bayerische Staatsanwaltschaften nahmen bei einer konzertierten Aktion mehrere hochrangige Schleuser fest, vollstreckten drei Haftbefehle und durchsuchten sechs Objekte im Raum Saarbrücken
  • Haftbefehle bezogen sich auf einen 26-jährigen Syrer (mutmaßlich seit Oktober 2024 in fünf Fällen mindestens 125 Menschen lebensgefährlich über das Mittelmeer geschleust, Boote teils überfüllt ohne Schwimmwesten, Zahlung 6.500 bis 7.800 Euro je Person) sowie einen 31-jährigen Syrer in Serbien (mutmaßlich als Kopf des „Sarawi“-Clans 17 Fälle mit mindestens 152 Migranten bis nach Deutschland)
  • Ermittlungen nach dem sogenannten Traunsteiner Modell, Europol koordinierte die Maßnahmen in einer Operational Task Force; weitere Durchsuchungsergebnisse sollen nach gesicherten Erkenntnissen mitgeteilt werden

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Bundespolizei und bayerische Staatsanwaltschaften nahmen am Mittwoch mehrere hochrangige Schleuser fest, vollstreckten 3 Haftbefehle und durchsuchten 6 Objekte im Raum Saarbrücken; Einsatz mit rund 240 Kräften in Deutschland und in Serbien (Belgrad), Europol koordinierte die Maßnahmen über eine Operational Task Force; Durchsuchungs-Ergebnisse folgen, sobald gesicherte Erkenntnisse vorliegen
  • Zielgruppe/Betroffene im Sinne der Taten: mindestens 125 Menschen (syrische Migranten) aus Libyen über das Mittelmeer nach Italien und teils weiter nach Deutschland im Zeitraum ab Oktober 2024 sowie mindestens 152 Migranten entlang der Balkanroute (April bis November 2022) und mindestens 625 Menschen bei mutmaßlichen Schleusungen; mögliche Gesamterlöse mindestens 875.000 Euro bei mindestens 5 Fällen (für den 26-Jährigen)
  • Geld/weitere Hinweise: Schleusung mit nicht seetauglichen Booten teils ohne Schwimmwesten (bis zu 61 Personen) mit pro Person 6.500 bis 7.800 Euro sowie wiederholtes Aufgreifen des Hauptbeschuldigten mit mutmaßlichem Falschgeld, zusätzlich Beteiligung an mindestens 37 Einschleusungsfällen mit insgesamt mindestens 625 Menschen (32-Jähriger)

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Konzertierte Aktion von Bundespolizei und bayerischen Staatsanwaltschaften mit drei Haftbefehlsvollstreckungen und sechs Durchsuchungen im Raum Saarbrücken, koordiniert durch Europol im Rahmen einer Operational Task Force
  • Ermittlungen nach dem sogenannten Traunsteiner Modell gegen hochrangige Schleuser; Vorwürfe umfassen Schleusungen aus Libyen über das Mittelmeer nach Italien teils weiter nach Deutschland sowie Schleusungen entlang der Balkanroute, betrieben durch Clans/Gruppierungen
  • Auslöser/Umstände: Einsatz von mutmaßlich nicht seetauglichen, überfüllten Booten ohne Schwimmwesten; hohe Zahlungen pro Person (6.500 bis 7.800 Euro), zusätzlich wiederholte Nutzung von mutmaßlichem Falschgeld bei Kontrollen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Bundespolizei und bayerische Staatsanwaltschaften haben mehrere hochrangige Schleuser festgenommen und dabei drei Haftbefehle im In- und Ausland vollstreckt
  • Sechs Objekte im Raum Saarbrücken wurden durchsucht, dabei waren rund 240 Einsatzkräfte im Einsatz, darunter auch in einer Lagerhalle
  • Die Einsatzmaßnahmen dauern an; nach Abschluss der Durchsuchungen sollen über die Ergebnisse mit gesicherten Erkenntnissen informiert werden
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