NRW-SPD gegen Ende der Rente mit 63
Nordrhein-Westfalen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung
Politik: Rente mit 63 in NRW
Düsseldorf () – Der Druck auf die Bundesregierung, auf die Abschaffung der abschlagsfreien Frührente zu verzichten, wird auch aus westdeutschen Bundesländern größer. Nun hat sich auch der SPD-Spitzenkandidat zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, Jochen Ott, gegen das Ende der sogenannten Rente mit 63 ausgesprochen.
„Wer mit 15 Jahren angefangen hat, zu arbeiten, und jahrzehntelang Beiträge gezahlt hat, muss auch künftig die Möglichkeit haben, ohne Abschläge in Rente zu gehen“, sagte er dem „Tagesspiegel“ (Dienstagausgabe).
Das sei kein Privileg, sondern Ausdruck der Anerkennung für ein langes Arbeitsleben. Deshalb müsse im parlamentarischen Verfahren klargestellt werden, dass Menschen mit besonders langen Erwerbsbiografien weiterhin eine verlässliche Perspektive haben.
Wer sein ganzes Arbeitsleben Verantwortung übernommen, seinen Unterhalt selbst bestritten und in die Rentenkasse eingezahlt habe, dürfe am Ende nicht schlechtergestellt werden. Ott ist Fraktionsvorsitzender der SPD-Landtagsfraktion in NRW.
Zuvor hatte auch die SPD-Vizevorsitzende und saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger die Pläne der Bundesregierung kritisiert, die Möglichkeit nach 45 Beitragsjahren abschlagsfrei in Rente gehen zu können künftig abzuschaffen.
„Ich lehne den aktuellen Vorschlag an dieser Stelle ab, weil er dem Respekt vor der Lebensleistung von Menschen widerspricht“, sagte Rehlinger den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Am Montag hatte sich außerdem der Berliner SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach gegenüber dem „Tagesspiegel“ gegen die Abschaffung der „Rente mit 63“ ausgesprochen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Senioren (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Jochen Ott, SPD-Spitzenkandidat zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, spricht sich gegen die Abschaffung der abschlagsfreien Frührente („Rente mit 63“) aus und fordert eine parlamentarische Klarstellung für verlässliche Perspektiven bei besonders langen Erwerbsbiografien
- Anke Rehlinger, SPD-Vizevorsitzende und saarländische Ministerpräsidentin, lehnt den Vorschlag der Bundesregierung ab, die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren künftig abzuschaffen
- Steffen Krach, Berliner SPD-Spitzenkandidat, hat sich ebenfalls gegen die Abschaffung der „Rente mit 63“ ausgesprochen
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffen sind Menschen mit langen Erwerbsbiografien in Deutschland, die mit 15 Jahren begonnen haben zu arbeiten und Beiträge jahrzehntelang gezahlt haben; Abschlagsfreie Rente mit 63 bzw. nach 45 Beitragsjahren soll laut Bundesregierung abgeschafft werden, dagegen richten sich SPD-Stimmen aus NRW und weiteren westdeutschen Bundesländern
- Betroffen sind westdeutsche Bundesländer bzw. deren SPD-Landesebene: NRW (Jochen Ott, Fraktionsvorsitzender der SPD-Landtagsfraktion; Aussage zur Landtagswahl), Saarland (Anke Rehlinger, SPD-Vizevorsitzende und saarländische Ministerpräsidentin) und Berlin (Steffen Krach, SPD-Spitzenkandidat)
- Zeitraum/Frist: Bezug auf aktuelle Pläne der Bundesregierung sowie das parlamentarische Verfahren; konkret genannt werden Beitragsjahre 45 und der Verweis „nach“ Abschaffung der abschlagsfreien Rente mit 63 (keine festen Jahresfristen im Text)
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Druck auf die Bundesregierung wegen Plänen zur Abschaffung der abschlagsfreien Frührente „Rente mit 63“, verstärkt durch Kritik aus westdeutschen Bundesländern
- Auslöser sind Äußerungen und Kritik von SPD-Politikern wie Jochen Ott in NRW und Anke Rehlinger im Saarland sowie Steffen Krach in Berlin gegen das geplante Ende der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren
- Hintergrund/Kontext: Anerkennung langjähriger Arbeit (15/ jahrzehntelange Beitragszahlung), Sorge dass Menschen mit sehr langen Erwerbsbiografien ohne Abschläge schlechtergestellt würden
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Jochen Ott spricht sich im Bundestags- bzw. parlamentarischen Verfahren gegen die Abschaffung der abschlagsfreien Frührente („Rente mit 63“) aus und fordert eine verlässliche Perspektive für Menschen mit besonders langen Erwerbsbiografien ohne Abschläge.
- Anke Rehlinger kritisiert die Pläne der Bundesregierung zur Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren und lehnt den Vorschlag ab.
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